Ankunft in...

Markus' Rückkehr

Donnerstag, 30. September 2010

Good News!

Ein kleines Status-Update am Abend oder Mittag, je nach Zeitzone. Habe es mittlerweile geschafft meine Uhr so einzustellen, dass ich beide Zeiten drauf hab. Sorgt für weniger Konfusion meiner Person :-)

Heute war ein ziemlich positiver Tag. Habe bei der Arbeit einiges geschafft, eine Menge Konversation mit meinen Zimmernachbarn betrieben (die scheinen sehr sehr nett zu sein), ohne Sprachschwierigkeiten mein Mittagessen bestellt und laut meinem Dad jetzt auch das Geld vom DAAD auf meinem Konto.

Der Apartment Assistant Manager hat mir heute das Zimmer gezeigt, das ich morgen bekommen soll. Da eigentlich kein Zimmer mehr frei war, darf ich jetzt ausnahmsweise ein Apartment mit einem weiblichen Vertreter der Gattung Mensch teilen. Sie wurde einfach vorher um Erlaubnis gebeten. Schätze das hätten die auch gleich so regeln können. Kennen lernen werd ich meine neue Mitbewohnerin dann aber wohl erst morgen, wenn ich endlich umziehen darf und das Leben aus dem Koffer erstmal ein Ende hat. Vorteile des neuen Zimmers: 6. Stock statt 14. wie zunächst angekündigt, und nur ein 2-er statt 3-er Apartment. Außerdem weniger dünne Wände, die mir den Schlaf rauben können! Perfekt!

Da ihr alle mir aber trotz allem fehlt, habe ich mir heute Zeit genommen das Freundschaftsbuch durchzulesen. Nochmal danke an PJo für diese klasse Idee und allen anderen für die kreativen Einträge. Hat mich sehr gerührt *schnief*

Heute Abend hab ich auf Wunsch meiner lieben Freundin auch noch ein paar Bilder geschossen, die ich noch online stellen werde. Stay tuned!

Erster Arbeitstag!

Heute ist mein erster richtiger Arbeitstag. Das trifft sich auch ganz gut, da das Wetter heut erstmals weniger einladend ist. Bisher gab's viel Sonne, jetzt ist es ziemlich neblig.

Aber zurueck zu gestern: Gestern Morgen habe ich einen kleinen Einkaufsbummel unternommen. Nach dem Fruehstueck habe ich mich erstmal um eine Simkarte bemueht. Die Unterschiede hier sind groesser, als ich dachte. War zuerst in einem der dutzenden Vodafone Shops, doch die wollten mir gar nicht erst eine Prepaid-Karte geben (sold out ;-) Da waer ich ziemlich teuer weg gekommen. Habe nun statt dessen eine Simkarte von 2degrees, wo das Telefonieren nur halb so viel kostet und die Simkarte nur umgerechnet 3 Euro kostet. Die gibt's im Kiosk zu Kaufen, worauf man halt erstmal kommen muss. Wer mich also dringend erreichen moechte, kann mich nach meiner Nummer fragen. SMS les ich aber auch auf meiner deutschen Nummer.



Fortgesetzt habe ich meine Einkaufstour entlang der beruehmten Queens St., in der es von Laeden tatsaechlich nur so wimmelt. Bin auch in ein paar Laeden rein gegangen, aber die waren groesstenteils etwas teurer. Am Ende der Strasse kommt man zum Hafen. Dort hab ich auch eine groessere Shopping Mall gefunden, in der auch ein ziemlich grosser Alles-ausser-Lebensmittel-Laden enthalten war. Dort duerfte ich so ziemlich alles finden, was ich brauchen koennte. Dort gibt es Baumarktsachen, Klamotten, Schuhe, ... Habe mir gleich ein paar Dinge geleistet, so z.B. einen Hut, ein paar Badutensilien, bequeme Hausschuhe, ... Wenn ich jetzt noch einen Supermarkt finde, bin ich versorgt. Da hab ich aber auch schon rumgefragt und zumindest eine Richtungsangabe zum naechsten Woolworth bekommen.

Nach meiner Shoppingtour habe ich den Uni-Campus erforscht. Wer das Unileben in Tuebingen kennt, kann hier nur staunen. Hier ist richtig was los! Hier gibt es unzaehlig viele Geschaefte und Sitzgelegenheiten im Freien. Man kann hier alles moegliche an Essen und Trinken bekommen, aber auch Buecher und es gibt auch einen kleinen Supermarkt. Es tummeln sich an jeder Ecke Studenten, die froehlich miteinander quatschen und gerade mittags findet man noch mehr davon auf den Wiesen des angrenzenden Albert-Parks. Ich hab mir zum Mittagessen Instant-Nudeln aufgiessen lassen und das ganze auf mich wirken lassen. Hab mich dabei sehr wohl gefuehlt, zumindest nachdem ich teilweise Erfolge mit dem Staebchenessen vermelden konnte. Danke an Svenja fuer den kleinen Auffrischkurs in Mannheim! Anschliessend hab ich noch ein bisschen Zeit im Park verbracht, was sicher noch oefters vorkommen wird.

Den Nachmittag hab ich damit verbracht meinen Arbeitsplatz einzurichten, Schluessel zu bekommen und mir einen Ausweis erstellen zu lassen. Den bekommt man in dem wunderschoenen Uhrenturm, in dem die Verwaltung sitzt. Habe jetzt also alles was ich brauche, v.a. Internet :-)

Abends bin ich dann Essen gegangen. Habe mich dieses mal in einen netten Asiaten getraut, der nur ein paar Meter von meiner Unterkunft entfernt ist. Habe zwar mit Verstaendigungsproblemen gekaempft, aber ein sehr leckeres Essen bekommen. Bilder werden nachgeliefert. Gewundert hat mich, dass mein Trinkgeld empoert zurueckgewiesen wurde, obwohl der Reisefuehrer sagt, dass es okay ist fuer guten Service welches zu geben. Muss mich da nochmal erkundigen.

Danach hat mich der Jet-Lag dann doch eingeholt und ich hab mit Muehe und Not noch bis 21 Uhr durchgehalten. Habe im Fernsehen einen interessanten Bericht ueber das Muenchner Oktoberfest gesehen, interessant mal die andere Perspektive kennen zu lernen.

Die Nacht war dann leider nicht so ruhig, um 4 Uhr nachts hat das Nachbarzimmer einen neuen Bewohner bekommen, der von Ruecksichtnahme leider nicht so viel haelt. Einmal mehr wuensche ich mir deutsche Qualiaetswaende! Zur Wohnungssituation: Heute Nachmittag darf ich wohl das neue Zimmer in Augenschein nehmen, vorher unterzeichne ich jedenfalls auch keinen Vertrag. Wenn alles gut geht, zieh ich dann Morgen um. Halte euch natuerlich weiter auf dem Laufenden.

PS: Noch etwas Organisatorisches: Habe die Kommentarfunktion versuchsweise auf anonym gestellt, da es Beschwerden gab. Freue mich also ueber Kommentare!

PPS: Besondere Gruesse gehen an meine Grosseltern, fuer die meine Eltern liebevollerweise eine Papiervariante meines Blogs fuehren!

Mittwoch, 29. September 2010

Frühstück!


Die erste Nacht auf der Südhalbkugel habe ich überstanden. Das "Bett", welches eine Matratze auf einer Art Kommode ist, ist bequemer als ich dachte, macht aber ganz schön krach, wenn man sich umdreht. Die Zwischenwände sind so dünn, dass ich meinem Zimmernachbarn heute Morgen beim Telefonieren zuhören konnte, viel Privatsphäre werd ich also erstmal nicht haben. Mitten in der Nacht wurde ich dann vom Facility Manager geweckt, der mir versichert, dass er ein Zimmer für mich haben wird und sich für seinen Fehler entschuldigt hat. Ich kann mich nicht erinnern in welcher Sprache ich versucht hab ihm zu erklären, dass ich gerade schlafe, aber zumindest ist er weg gegangen. Morgens haben wir dann vereinbart, dass ich übermorgen ein neues Zimmer im 14. Stock beziehen kann. Wegen seines Fehlers möchte er mir eine Woche Miete erlassen. Ich hab darauf bestanden das Zimmer zu sehen, bevor ich was unterschreibe. Das jetzige Zimmer machte nicht den allerbesten Eindruck, da ist also noch Luft nach oben. Ich schätze ich werd meine Ansprüche jedoch klein halten müssen. Etwas Sorgen macht mir noch das Kleingedruckte im Vertrag. Da stehen Klauseln drin, die wären in Deutschland definitiv illegal (Susanna möge mir widersprechen), so z.B. dass die Gebühren sich jederzeit ohne Benachrichtigung des Mieters ändern können, oder dass der Zugang zum Zimmer zu jeder Zeit für die Verwaltung erlaubt ist, also ohne Ankündigung oder notwendigerweise in meinem Beisein. Ich vermute, die Neuseeländer haben im Mietrecht ziemlichen Nachholbedarf.

Jetzt kling ich ja schon wieder negativ. Naja, auf der positiven Seite steht, dass das Wetter gut ist und ich - ratet mal wo - ein leckeres Frühstück gefunden habe. Pancakes mit Ahornsirup sind jedenfalls definitiv eine feine Sache. Auf meinem Tagesplan steht zunächst das Besorgen einer Simcard für mein Handy, das Auffinden eines Supermarktes respektabler Größe und das Einrichten meines Arbeitsplatzes an der Uni an. Mal sehen, was ich heute so schaffe :-)

Dienstag, 28. September 2010

Kia Ora!



Hallo meine treuen Leser! Ihr habt euch bestimmt schon gefragt, ob ich überhaupt in Neuseeland angekommen bin und ich habe es tatsächlich geschafft. Es lief nicht alles ganz reibungslos, aber zumindest bin ich gesund und munter.

Zum 30h Flugmarathon möchte ich sagen, dass mich weder das lange Sitzen noch Starts- und Landungen gestört haben. Sogar das Essen fand ich sehr annehmbar (sehen wir vom britischen Frühstück ab, aber naja wer mit British Airways fliegt...). Was jedoch echt nervtötend ist, sind die ständigen Sicherheitskontrollen. Ein Tipp hierzu: Wer schon meint mit Note- und Netbook reisen zu müssen, der sollte wenigstens seine Uhr und seinen Gürtel daheim lassen. Ich hab bei jeder Sicherheitskontrolle ungefähr 5 Boxen gefüllt, was in Singapur dazu führte, dass man mir meinen Besitz streitig machen wollte, und in Sydney, dass ich mich einer Sprengstoffkontrolle unterziehen musste. Ohne das wär es echt okay gewesen. Die Zeit vergeht auch wörtlich im Fluge, da man mittlerweile eine Hammer Auswahl an aktueller Musik und brandaktuellen Filmen bekommt. Ich hab jetzt den neuen Shrek, Karate Kid, Cop Out und noch ein paar andere Dinge gesehen. Bis auf letzt genannten auch sehr zu empfehlen.

Aber genug vom Fliegen. In Neuseeland angekommen bringe ich die Biohazard- und ähnliche Kontrollen hinter mich und schaffe es sogar mit dem richtigen Bus zur richtigen Haltestelle zu fahren (dazu ein Tipp: Die Bildschirme in den Bussen zeigen hier tatsächlich nur die Werbung und nicht und niemals das Ziel an). Im Apartment Building sagt man mir dann, dass man mir mein Zimmer nicht geben könne, da ich mich als Frau angemeldet hätte und Geschlechtertrennung herrscht. Zur Vorlage der Originalanmeldung, auf der ich mich eindeutig als XY-chromosomal ausweise, meint der komische Kerl nur, dass da wohl ein Fehler passiert sei. Nuja, habe jetzt ein vorübergehendes Zimmer (welches bei weitem nicht so schön aussieht, wie auf dem Foto im Blog) und hoffe, dass sich das Morgen klärt, wenn jemand mit sowas wie Befugnissen da ist.

Statt dem richtigen Zimmer hab ich dann immerhin ein Fax bekommen, indem mein betreuender Prof schreibt, dass er mich gerne sofort sehen würde. Also nicht lange Pause gemacht, sondern mich auf die Suche zur Uni begeben und erfreulicherweise festgestellt, dass ich tatsächlich nur fünf Minuten laufen muss. Prof. Wills hat sich als äußerst nett und freundlich erwiesen. Die plötzliche Eile hatte sich dann auch schnell geklärt, da ein Biologe namens Silas, der mich mitbetreut, morgen wegfliegt und ich ihn wenigstens kennen lernen sollte. Prof. Wills fliegt selbst auch gleich die Woche weg, so dass ich erstmal mir selbst überlassen bin. Aber keine Angst, man hat mir genug Einarbeitunsarbeit da gelassen. Ich hatte von der ganzen Begegnung auch ein sehr gutes Gefühl. Zwischendrin bin ich zur Überbrückung der Wartezeit durch den angrenzenden Albert-Park geschlendert. Fotos hiervon gibt es im Album oben rechts zu bewundern.

Um mal insgesamt nicht so negativ zu klingen: Die Parkanlagen hier sehen wahnsinnig schön aus. Die Bäume hier sind teilweise so gut zum Klettern geeignet, dass man sich fragt warum noch keine Horde Kinder dran hängt. Das Wetter war auch klasse. Strahlender Sonnenschein bei 19°C. Ich kann mich eigentlich wirklich nicht beklagen. Die Menschen mit denen ich bis jetzt zu tun hatte, waren alle sehr freundlich. Insgesamt macht Neuseeland einen ziemlich amerikanischen Eindruck, allein wegen der Geschäfte. Auffällig ist wie bunt gemischt die Leute hier sind, man sieht z.B. unheimlich viele Asiaten. Maori habe ich noch kaum getroffen, aber die sind in Auckland anscheinend auch nicht so stark vertreten. Auckland macht für eine Großstadt einen ziemlich offenen Eindruck, was mir sehr gut gefällt, da ich Großstädte eigentlich nicht mag. Von höheren Stockwerken habe ich auch schon den Hafen und das Meer gesehen. Hoffe ich schaffe es baldmöglichst an einen Strand.

Abgeschlossen habe ich meinen Tag mit einer Stadtwanderung über die Queens Street, der Einkaufsstraße schlechthin in Auckland. Hier bekommt man so ziemlich alles, v.a. bekanntest Fast Food à la McD, BK, Subway, Starbucks (4 mal hab ich gezählt). Nachdem ich mich in keines der dubiosen Lokal-Restaurants getraut habe, bin ich jetzt schließlich in einem McD gelandet. Der ist ja doof werdet ihr sagen, aber ohne das kostenlose WiFi hier, hättet ihr jetzt nix zu lesen. Da ich nix zu tun habe und nicht zu früh ins Bettchen darf, müsst ihr jetzt einen halben Roman verschlingen. Zumindest seid ihr aber im Bilde, was hier so passiert, mehr gibt's bald von mir zu hören.

Gute Nacht und Kia Ora aus Neuseeland!

Sonntag, 26. September 2010

Abflug!

Heute ist es also soweit! Die Nervosität steigt stündlich und ich glaube ich habe auch schon mal besser geschlafen. Bin mal sehr gespannt, wie viel ich am Ende vergessen habe, aber zumindest mit dem Koffergewicht schein ich jetzt ganz gut hinzukommen.

Gestern waren Susanna und ich noch ein letztes mal Tanzen, was wir beide sehr genossen haben. Heute Mittag steht noch ein Abschiedsessen mit der Familie an und dann geht's bald schon zum Flughafen. Start ist 19.05 Uhr. Ich fliege erstmal von Stuttgart nach London, dann von London nach Sydney und von Sydney nach Auckland. Habe jeweils nur eine Stunde Aufenthalt, aber die 20h im Flug London-Sydney werden echt hart. Aber mit Thrombosespritze wird's gehen ;-)

Wenn ihr also das nächste mal von mir hört, dann schreib ich wahrscheinlich aus dem fernen Auckland auf der anderen Seite der Welt und zu eurer Info - mit derzeit 10h nach vorne verschobener Zeit. Drückt mir die Daumen, dass ich den Flug gut überstehe.
Posted by Picasa

Donnerstag, 23. September 2010

Money, Money, Money!

Auch die letzten Tage vor Abflug laufen noch wichtige Vorbereitungen. Ich hoffe, dass ich heute mal das Probepacken hinter mich bringen kann, was mir wegen des Gewichts noch Sorgen macht. Die 23kg, die ich mitnehmen darf dürften leicht zu füllen sein.

Dank meines Hausbänkers verfüge ich nun auch über ein paar neuseeländische Scheinchen. Wie das Geld dort aussieht, könnt ihr dem Bild hier entnehmen. Sehr witzig sehen die Feder links unten und das Oval rechts mittig aus, da es sich hierbei um transparente Teile handelt und man quasi durch die Scheine durchkucken kann :-)

Ein besonderer Dank gilt hier Niki, der extra mit dem Motorrad von Laupheim nach Reutlingen gefahren ist, um einen Punkt meiner Checkliste streichen zu können. Drei mal dürft ihr raten, welcher Punkt das war ;-)

Montag, 20. September 2010

Geburtstagsparty!



Vielen lieben Dank an alle, die es auf meine Geburtstagsparty geschafft haben! Ich hatte eine tolle Zeit mit euch und wie man an dem Foto sieht, war ich nicht der Einzige ;-) Auch noch mal ein spezieller Dank an Susanna, die mir so fleißig beim Vorbereiten geholfen hat, an Günter und Thomas für das wirklich schöne Live-Konzert und an die Gäste, die es am nächsten Morgen nicht lassen konnten alles blitze blank zu putzen! Ihr seid alle toll!