Ankunft in...

Markus' Rückkehr

Dienstag, 22. Februar 2011

Reiseplaene

Puh, was fuer ein anstrengendes Telefonat. Bevor ich euch schildere, wie man 3h in der Warteschlange von Qantas verbringt, erzaehle ich euch kurz, warum ich mir das antue:

Mein Rueckflug fuehrt mich ueber Sydney und Singapur. Da man ja nie weiss, wann man je in diese Teile der Welt zurueckkommt, wollte ich meinen Flug so aendern, dass ich dort jeweils ein bisschen Zeit verbringen kann. Das ist auch deshalb gut, weil der ganze Flug am Stueck mit ueber 30h schon ganz schoen heftig ist. Also versuch ich das natuerlich zuerst online zu regeln, doch das Aufsplitten eines Fluges ist dort ueberhaupt nicht moeglich. Also muss ich in den sauren Apfel beissen, die 100 Euro Umbuchungsgebuehr in Kauf nehmen und dort anrufen.

Doch auch das stellt sich als nicht so einfach raus. Geschlagene 2h hab ich in der Warteschlange verbracht. Zum Glueck war es eine kostenlose Nummer. Das Handy hab ich also auf Lautsprecher gestellt und mich anderweitig beschaeftig. An dieser Stelle ein Lob an die Akkus der Firma Sony Ericsson :-)

Als ich endlich drankomme braucht es eine weitere Stunde, bis wir alle Moeglichkeiten besprochen haben. Ich langweil euch nicht mit Details, ausser vielleicht das Ergebnis betreffend. Fuer die Lesefaulen unter euch: Am 27.03. um 10.55 Uhr hat mich das Laendle wieder :-) Bis bald also!

Montag, 21. Februar 2011

El Burrito!

 Nachdem mein Magen jetzt ein Wochenende lang verwoehnt wurde, ist der kulinarische Anspruch gestiegen. Heute hab ich deshalb zur Abwechslung mal was Neues in der Minimalisten-Kueche probiert ;-) Lecker!

Sonntag, 20. Februar 2011

Lantern Festival II


Das Lantern Festival geht weiter und den Sonntag Abend hab ich die kulinarische Reise fortgesetzt. Die Zahl der Dinge, die man hier probieren kann wird nur vom Magen und vom Geldbeutel limitiert. Zum Glueck nehmen die hier nur Bares, das geht naturgemaess meist recht schnell zur Neige. Trotzdem konnte ich einiges probieren, so z.B. possierliche Krabben, die man am Stueck essen kann (soft shell).

Es gab aber noch viel mehr zum Probieren. Taiwanese sausage, steamed pork bun (entschaedigt nicht ganz fuer die Dampfnudeln, die ich dieses Jahr verpasst habe), dumplings (die wohl von uns geklaute Idee fuer Maultaschen), Wassermelone mit Eiscreme, Omelette mit Meeresfruechten und Austern (in ich vermute Sweet Chilli Sauce) und den Rest hab ich schon wieder vergessen. Schoen ist, dass die Portionen schoen klein gehalten werden, so dass man nicht gleich nach einem "Versucherle" satt ist. Mehr gibt es in der Diashow zu sehen!



Samstag, 19. Februar 2011

Lantern Festival


Die Zeit vergeht weiterhin wie im Fluge. Wieder ist eine Woche vorbei und in etwas mehr als einem Monat hat mich die Heimat wieder. Ich freu mich schon wahnsinnig drauf, alle dort wiederzusehen. Und wenn ich hungrig bin denk ich schon immer an all das gute Essen, das ich bald wieder haben kann! Aber dieses Wochenende sorgt Auckland für ein wenig kulinarische Abwechslung und lenkt meinen Magen damit vom Heimweh ab. Neulich hat, wie manche von euch vielleicht wissen, das chinesische neue Jahr begonnen. Wir sind jetzt im Jahr des Hasen. Kurz nach Neujahr feiern die Chinesen das Lanternfestival (Lantern = Laterne).

Wer jetzt im Kopf schon an Horden von Kindern denkt, die "Ich geh mit meiner Laterne..." singen: weit gefehlt. Es ist vielmehr wie eine asiatische Version des Weihnachtsmarktes. Man hat den Albert Park hier in Auckland mit vielen vielen Laternen geschmückt. Und dabei spreche ich nicht nur von den 0815 roten Laternen, sondern vor allem von richtig netten Motiven wie Drachen, Kaiser oder Hasen. Es gibt hier eine Bühne mit chinesischen Darbietungen und Musik und allerhand Leute tummeln sich im ganzen Park. Das meiste ist jedoch auf der "Fressmeile" los, wo sich ein Stand an den anderen reiht und asiatisches Essen aller vorstellbaren Art angepriesen wird.

Die Qualität wird von manchem bemängelt, aber man kann hier vor allem sehr authentische Sachen probieren, die man sonst nirgends bekommt. Manchmal ist es allerdings gar nicht so neu. Da frag ich zum Beispiel an einem Stand, ob ich die chinesische Waffel haben kann. Zeige dabei auf etwas, das eindeutig wie eine Waffel aussieht. Die Frau erklärt mir: Oh nein nein. Das hier ist ein chinesischer Donut, ob ich es trotzdem möchte. Natürlich sag ich, und knabber Sekunden später an etwas, das aussieht, riecht und schmeckt - ihr habt's erraten - wie eine Waffel. Aber von mir aus nennen wir es halt Donut. Am Sonntag Abend werd ich meine kulinarische Reise fortsetzen, denn dann ist auch ein Feuerwerk geplant. Einen Unterschied gibt es jedoch zu den Weihnachtsmärkten in Deutschland. Geöffnet ist nur von 17 bis 22.30 Uhr. Aber Laternen machen Mittags auch keinen Sinn, hieß es zur Begründung. Meine Meinung: Essen kann man doch immer!


Montag, 14. Februar 2011

Valentine's Day


Liebe ist ein seltsam Ding,
auf das ich hier ein Loblied sing.

Liebe ist oft schwer zu finden,
wer moechte sich schon gerne binden.

Doch hat man die Liebe erstmal gefunden,
lebt man nicht mehr nur nach Stunden,
man geniesst auch einzelne Sekunden.

Liebe gibt einem Selbstvertrauen,
denn auf den andern kann man bauen.

Liebe gibt einem Mut und Kraft,
so dass man sogar seinen Master schafft.

Liebe gibt einem Glueck und Frieden,
ein langes Leben scheint damit beschieden.

Natuerlich gibt es auch mal Krisen,
doch so viel Gutes laesst sich einfach nicht vermiesen.

Und so sag ich nach Monaten in der Ferne,
wo ich mich selbst ein bisschen besser kennen lerne:

Susanna, du bedeutest fuer mich mein Glueck,
und ich sehne mich nach dir zurueck!

Reisebericht Teil VI

Der naechste Aufenthalt nach dem Franz-Josef-Gletscher war der Lake Wanaka. Dort gab es leider nicht sehr viel interessantes zu sehen. Ein verschlafenes Touristennest mit ueberteuerten Restaurants. Der See ist natuerlich nett, aber nett gibt es in Neuseeland schon an jeder Ecke. Susanna und ich hatten trotzdem eine echt gute Zeit, da wir eine Reservierung fuer's Skydiving hatten. Leider gab es davon keine Fotos, da uns der Spass eh schon zu teuer war und die einen mit Fotos / Filmmaterial echt abzocken. Ich wollte noch Fotos am Boden machen, aber nicht einmal dazu kamen wir:

Wir wurden morgens am Hotel abgeholt und waren nach etwa 20 Minuten Fahrt am Ziel. Dort wurden wir gleich bedraengt, wir sollen hier schnell ein Formular ausfuellen, dann koennten wir noch auf das naechste Flugzeug. So kam gleich eine Menge Hektik ins Spiel. Formular ausfuellen ("In case the parachute fails it's your own risk"), Klamotten anlegen, bezahlen, begurten und ab ins Flugzeug. Nach nicht einmal 10 Minuten waren wir in der Luft.  Waehrend das Flugzeug auf 15.000 Fuss stieg, haette man sich an fuer sich ja wieder entspannen koennen. Aber da man nicht weiss, wann es los geht, steigt die Spannung weiter. Da hat es auch nicht geholfen, dass alle anderen sich vorbereitet haben und nur mein Sprungpartner ein Nickerchen gemacht hat :-) Die Susanna ist dann als erste aus dem Flugzeug, kurze Zeit spaeter ich. Die ersten Sekunden sind das beste. Man dreht sich, man taumelt und man hat dieses schoene Gefuehl im Bauch, wie wenn die Achterbahn gerade ueber die Kuppe gefahren ist und es abwaerts geht. Nach kurzer Zeit wird man jedoch stabilisiert und man spuert nur noch den Wind in seinem Gesicht. Die Aussicht ist bombastisch. Man hat das Gefuehl man koennte die ganze Welt sehen. Mein Sprungpartner zieht nach kurzer Zeit die Leine und wir segeln kreisend tiefer und tiefer, so dass man Gelegenheit hat das Gelaende genauer zu studieren. Dann naehert man sich der Landung und ich bekomme gesagt, dass es wichtiger als alles andere ist die Beine hoch zu nehmen. Ich denk das bekomm ich hin und bereite mich innerlich auf eine unangenehme Gesaesslandung vor.

Doch dann die Ueberraschung. Wir setzen leicht auf wie eine Feder! Das haette ich nicht gedacht. Nun das Adrenalingefuehl in mir ebbt langsam wieder ab, ich schaele mich noch halb zitternd aus dem Anzug. Susanna erzaehlt, dass sie ihren Guide gebeten hat solang wie moeglich zu fallen und deshalb gar nicht viel gesegelt ist. Und langweilig war ihr wohl auch ein bisschen :-) Den Freizeitsport, der die Susanna adrenalintechnisch fordert, muss wohl erst noch erfunden werden. Wir waren uns jedoch darin einig, dass der Spass wirklich zu teuer ist, dafuer dass nach nicht einmal einer Stunde alles vorbei war. Unser naechster Halt ist das wunderschoene Staedtchen Queenstown, das auch wieder an einem See liegt, jedoch deutlich mehr Charme hat. Dazu naechstes mal mehr!

Dienstag, 8. Februar 2011

Uni Uni Uni

Hallo meine lieben Freunde. Zeit fuer einen Zwischenbericht. Ich arbeite gerade sehr fleissig und versuch auch ein bisschen frueher aufzustehen, um mehr aus dem Tag rauszuholen. Ich merk langsam, dass die Zeit hier ablaeuft und mach mir schon Gedanken um die Heimreise. So werd ich wahrscheinlich meinen Rueckflug so umbuchen, dass ich 1-2 Tage in Sydney bleiben kann. Ob ich auch ein bisschen laenger in Singapur verweilen moechte, muss ich noch entscheiden. Zwischendrin hab ich euch ein paar Fotos geknipst, um euch meinen Arbeitsplatz ein wenig naeher zu bringen. Das obere Foto zeigt das Gebaeude, in dem ich momentan arbeite. Eins der offenen Fenster im oberen Stockwerk ist meines. Das zweite Bild zeigt den Rasen vor dem Gebaeude. Schoen fuer Mittagspause.

Letztes Wochenende hab ich nicht sehr viel Spassiges unternommen, aber dafuer ein bisschen Arbeit geschafft.
Unter der Woche ist da schon mehr Programm, so z.B. Donnerstags Badminton spielen oder neuerdings Dienstags ein hoellischer Stretchkurs (der zu 90% aus krampffoerdernden Muskeluebungen besteht). Heute Abend geh ich wahrscheinlich ins Kino (The Black Swan), denn auch hier gilt Super-Kino-Dienstag. Donnerstag ist Farewell-Dinner fuer Kerstin geplant. Kerstin ist die deutsche Austauschstudentin, die ausser mir hier bei den Biologen arbeitet.

Das Wetter ist im Moment wieder extrem schwuel, auf der Suedinsel ueber 40 Grad. Man sagt, das haben wir dem Ueberbleibsel von Yasi zu verdanken. Lieber so als wie in Australien :-) Liebe Gruesse an meinen Onkel und meine Tante aus Illinois, denn aus den USA hoert man ja schlimme Geschichten ueber den Jahrhundertblizzard. Hoffe euch geht's gut (speziell meinem Onkel, der bewiesen hat, dass Herzschrittmacher eine Geld-Zurueck-Garantie haben sollten) und ihr taut bald wieder auf!

Freitag, 4. Februar 2011

Reisebericht Teil V

Damit es hier auch mal wieder vorangeht noch ein weiteres Kapitel Reisebericht. Wie sich mancher vielleicht erinnert, waren wir schon auf der Suedinsel angekommen und hatten auch unsere erste Nacht ueberstanden. Wir sind mittlerweile am 30.12. angekommen und auf dem Programm steht ein Ausflug in den Abel Tasman Nationalpark, bevor wir noch eine Nacht in Nelson verbringen. Der Abel Tasman Nationalpark ist nach dem Hollaender Abel Tasman benannt, der als erster Europaer auf einer Expedition Neuseeland entdeckt hat. Hollaendische Kartographen nannten die neuentdeckten Inseln daraufhin Nova Zeelandia nach der hollaendischen Region Zeeland. 


Im Abel Tasman Nationalpark hatten wir bereits unser Touristenprogramm im Voraus gebucht. So sind Susanna und ich auf eine dreiteilige Tour gegangen, die mit einer kleinen Kayaktour anfing. Danach ging es auf ein Boot, welches uns im Park aussetzte und an anderer Stelle etwas spaeter wieder aufsammelte. Alles in allem war das sehr schoen! Meine Eltern hatten nicht so viel Glueck mit ihrer gebuchten Bootstour. Beim Buchen klang es noch nach gemuetlicher Kaffeefahrt, doch in Wirklichkeit war es wohl ein ungemuetlicher Ritt auf einem Wassertaxi. Aber am Nachmittag sind wir alle sicher zurueck in Nelson gewesen, um den Abend mit mexikanischer Kueche abzuschliessen. 


Am naechsten Tag hatten wir eine etwas groessere Fahrstrecke zu bewaeltigen. Es ging einen guten Teil der Westkueste hinunter bis zum Franz-Josef-Gletscher, wo wir Silvester verbringen sollten. Dort angekommen erstmal eine boese Ueberraschung. Unser Reiseveranstalter hat es versaeumt das Hotel zu buchen und naturgemaess ist es an einem 31.12. nicht leicht Ersatz zu finden. Gluecklicherweise war das Hotelpersonal sehr freundlich und hat es geschafft ein Motel ausfindig zu machen, das auf Grund einer Stornierung Platz fuer uns hatte. Am Ende also wieder alles gut und das obwohl wir nach dem Abendessen so erschoepft sind, dass wir um 11 beschliessen "let's call it a day" wie man im Englischen so schoen sagt und 1h Stunde vor dem neuen Jahr ins Bett gegangen sind. Zu unserer Verteidigung: Da war eh nix los in dem Kaff :-P


Am naechsten Tag mussten wir auch wieder frueh aufstehen. Susanna und ich hatten uns vorgenommen eine ordentliche Wanderung zu bestehen und sind deshalb frueh in Richtung Gletscher aufgebrochen. Als Route hatten wir uns einen Pfad ausgesucht, der uns auf einen Aussichtspunkt ueberhalb des Gletschers fuehren sollte. Die Route selbst war die abenteuerlichste, die ich je lang gewandert bin. In Deutschland gibt es so etwas bestimmt nicht. Die Route folgt dem natuerlichen Gelaende, d.h. man folgt organgefarbenen Wegmarkierungen, die einen ueber Stock und Stein fuehren. 




Durch Erdrutsche und aehnliches waren zudem Teile des Pfades nicht mehr vorhanden, so dass wir schon kurz davor waren aus Zeitmangel umzukehren. Aber wie das eben so ist sagt man sich staendig, "Na eine Kurve noch!" und hinter der letzten kam dann zum Glueck das Ziel. Die Aussicht war die Muehe wert und selbst wenn der Pfad nirgends hingefuehrt haette war es ein tolles Klettererlebnis. Am spaeten Mittag sind wir dann nach 5h Wanderung auf den Parkplatz zurueckgekehrt und Richtung Wanaka aufgebrochen, wo fuer Susanna und mich Skydiving auf dem Programm stand :-)