Ankunft in...

Markus' Rückkehr

Mittwoch, 13. Juli 2011

Neuer Blog!

Hallo treue Blogleser!

Nachdem auf diesem Blog nichts mehr passiert möchte ich kurz darauf verweisen, dass die Abenteuer von Susanna und Markus im neuen Dänemark Blog weitergehen!

http://wikidventures.blogspot.com/

Ich habe mich sehr über das rege Interesse an meinem Blog während meiner Neuseelandzeit gefreut und es wäre schön, wenn man sich durch den Blog auch während unserer Zeit in Dänemark nicht aus den Augen verliert!

Euer Markus

Mittwoch, 30. März 2011

Singapur!

Heute ist bereits mein zweiter Tag zurück in Deutschland. Und der Jet-Lag macht mir zu schaffen. Ich hab schon ein paar Leute wiedersehen können und leb mich zügig wieder ein. Es ist schon seltsam, es fühlt sich ein bisschen so an als wär ich nie weg gewesen und hätte einen sechs Monate langen Traum gehabt. Aber es ist toll wieder hier zu sein. Sogar das Wetter wird täglich besser :-) Um meine Geschichte abzuschließen hab ich euch hier noch Fotos von meinen zwei Tagen in Singapur:



Hoffentlich seh ich auch den Rest von euch bald wieder!

Montag, 28. März 2011

I'm back!

Nur eine kleine Notiz am Rande! Ich bin wieder zurück in der Heimat und freu mich schon drauf euch alle bei Gelegenheit wieder zu sehen! Ich hatte noch eine gute Zeit in Singapur, man kann dort in zwei Tagen schon relativ viel sehen. Allerdings bin ich froh jetzt wieder zurück zu sein. Der Rückflug war recht anstrengend mit dem langen Rumsitzen in London, aber jetzt hab ich es ja hinter mir. Von Singapur nach London durfte ich im neuen A380 mitfliegen. Eindrucksvolles Flugzeug. Soweit erstmal.

Wenn ne Party geschmissen wird erfahrt ihr es! :-) Bis bald!

Samstag, 26. März 2011

Durian Fruit and more

Hallo Freunde. Nur ein kurzer Gruss aus Singapur, wo ich heute viele leckere Dinge gegessen habe. Allerdings fiel es mir bei dieser besonderen Frucht schwer den Geruchssinn vom Geschmackssinn zu trennen:

http://en.wikipedia.org/wiki/Durian

Noch nie hat ne Frucht in mir so gemischte Gefuehle erzeugt. Falls ihr das mal essen wollt macht am besten Nase und Augen zu. Vielleicht schmeckt es dann :-)

Mittwoch, 23. März 2011

Blue Mountains

Tag 3 fuehrte mich per Zug in die 2h entfernten Blue Mountains. Mit der Farbe wird einem echt nicht zuviel versprochen. Aber vor allem die geniale Aussicht war die lange Reise wert :-)

Sydney Day 2

Tag 2 hab ich mich einer kostenlosen Stadtfuehrung angeschlossen und in 3h viel ueber die Stadt gelernt. Danach ging es hoch auf die Harbourbridge und ausserdem noch in einen Wildlife Park und ein Aquarium. Abends hab ich die Aussicht vom Sydney Tower genossen. Schaut euch die Fotos an:

Montag, 21. März 2011

Fotos aus Sydney!

Der erste Tag liegt hinter mir. Ausser zu einer Tour durch den botanischen Garten und entlang des Hafens hat es nicht gereicht. Der Regen hat meinen Vormarsch gestoppt und mich zum unterirdischen Rueckzug veranlasst.

Aussidventures

Hallo meine lieben Leser. Ich schreib euch jetzt schon aus Sydney aus dem Hostel. Wo ich gerade in einem gemütlichen Sessel sitze und darauf warte, dass mein Zimmer verfügbar wird. Internet ist hier frei, so dass zumindest ihr etwas davon habt. Viel gesehen hab ich logischerweise noch nicht, aber von einer weiteren ereignisreichen Reise kann ich euch erzählen. Heute ging irgendwie alles Schlag auf Schlag. Ich konnte ewig nicht einschlafen und dementsprechend kurz kam mir die Nacht vor. Morgens kam dann der eine Bus zu früh und der andere zu spät, so dass ich es mit fünf Minuten Reserve auf das Flugzeug geschafft habe. Danach lief aber eigentlich alles super, auch wenn ich ne Stunde auf mein Airport Shuttle warten musste und es ziemlich stark nach Regen aussieht. Aber das wird vielleicht ja noch, zumindest bin ich mal heil angekommen und das Abenteuer kann beginnen! Bis bald!

Sonntag, 20. März 2011

Abschied auf Raten

Hallo, falls ihr das Warten auf einen neuen Blogeintrag nicht schon aufgegeben habt. Heute ist er also da, mein letzter Tag in Neuseeland. Es ging hektisch zu die letzten Tage, da es ja doch einiges zu tun gab. Die Arbeit zu einem guten Zwischenstand führen und all das Zeug möglichst redundant auf Festplatten verteilen (man weiß ja nie), möglichst alle Leute noch einmal sehen, das Bankkonto kündigen, den Auszug vorbereiten, Die Reise planen, und und und...

Ich hatte aber auch Zeit durchzuatmen, wenn ich dabei war Good Bye zu sagen. Das passierte auf Raten. Am Freitag hab ich mich bei einem Glas Wein von meinem Betreuer verabschiedet, der wohl aber demnächst selbst in Tübingen sein Forschungssemester verbringt. Danach war ich mit der Laborgruppe zum Abschiedessen. Das war sehr rührend, weil ich eine ganze Tüte voller Abschiedsgeschenke bekommen habe, allem voran eine wundervolle riesige Grußkarte, auf der jeder eine persönliche Widmung hinterlassen hat. Das hat mich natürlich sehr an euer Freundschaftsbuch erinnert, dass ich öfter mal zum Blättern und Lesen in der Hand hatte. Auch nochmal danke für diese tolle Idee!

Der Samstag war für die Vorbereitung und Durchführung eines großen Farewell BBQs veranschlagt. Ich hab Salate selbst gemacht und den Leuten gesagt sie brauchen nur Fleisch mitbringen. Ich glaube wirklich jeder hat deshalb Fleisch für mindestens vier Personen mitgebracht. Über diese Einladungs-Taktik muss ich also nochmal nachdenken. Achja und der Sonntag (heute) war dann für Wäsche waschen, Kaution in Bares umtauschen (es gab Gott sei Dank eine Bankfiliale die Schecks am Sonntag umtauscht) und Packen gedacht. Jetzt wo das alles hinter mir liegt und die Personenwaage meiner Mitbewohnerin 20-25kg anzeigt (23kg darf der Koffer wiegen) fühl ich mich ein bisschen platt und schon ziemlich traurig, dass ich jetzt gehen werde. Es war echt schön, aber auch hart an diesem Wochenende von so vielen Leuten zu hören, dass sie mich vermissen werden und dass sie froh waren, dass ich da war. Ich bin selbst froh, dass mindestens genauso viele Freunde, Familie und natürlich vor allem die Susanna mich gern zurück haben würden. Die Vorfreude auf euch alle hält mich in Balance.

Zu dem Ganzen kommt natürlich noch die Vorfreude / Nervosität der Reise dazu. Ich gehör ja zu den Menschen, die sich mit allem möglichen Zeug verrückt machen. Ich bin gespannt, was ich in den nächsten Tagen in Sydney, Singapur und London erleben werde. Wenn ich Gelegenheit hab versuch ich euch im Blog ein bisschen auf dem Laufenden zu halten. Jetzt wo alles gepackt ist möchte ich den Abend noch entspannen. Dazu geht's ins Kino, Rango schauen. Ich hoffe Johny Depp überzeugt auch als Animationsfigur :-) Morgen geht's früh raus, mein Flieger startet 8.30 Uhr. Dann drei Tage Sydney, zwei in Singapur und bald hat mich Deutschland wieder! Bis dann!

PS: Briefwahl funktioniert mal so gar nicht, wenn das pro Richtung drei Wochen dauert. Also geht für mich wählen, ja?

Samstag, 5. März 2011

Good and bad weather

Ihr merkt schon, die Blogeinträge werden weniger. Ich bin schwer beschäftigt noch möglichst viel Arbeit zu schaffen, damit ich mich - zurück in Deutschland - auch wirklich auf´s Schreiben meiner Masterarbeit konzentrieren kann. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich die restliche Zeit hier nicht mehr genießen kann. So war letztes Wochenende z.B. ein Gratiskonzert hier auf dem Uni-Campus. Kostenlose Hot-Dogs und Cola inklusive. Warum das fragt ihr euch? Hier hat letzte Woche das neue Semester angefangen und die Unis hier tun wohl aus Konkurrenzdenken einiges für ihre Neuankömmlinge.

Auch davon kann sich die Uni Tübingen ruhig eine Scheibe abschneiden (Aktion Studiengebühren für freie Hot Dogs!). Der negative Effekt des Unistarts ist eindeutig, dass sich der Campus von einem ruhigen beschaulichen Hort des Lernens und Schaffens in eine Abart der Stuttgarter Königsstraße an einem verkaufsoffenen Sonntag gewandelt hat. Man kann nicht mehr durch die Gegend schlendern, man muss nach Lücken in der Masse der Leute Ausschau halten. Wie ihr seht mochte ich die Ferienzeit lieber.

Auch schön am letzten Wochenende war Leah´s Geburtstagsfeier bei wunderschönem Wetter im Long Bay Regional Park (siehe Fotos). Dort konnte ich ein wenig ausspannen und Kraft für die neue Woche tanken.



Die neue Woche brachte dann schlechtes Wetter mit sich, welches sich auch dieses Wochenende hält. Ideale Voraussetzungen zum Arbeiten und Verfolgen meiner Bloggerkarriere. Hab das schlechte Wetter aber auch genutzt, um endlich mal wieder zum Friseur zu gehen. Susanna darf nun also nicht mehr über mich lachen, weil ich wie MacGyver zu seinen Glanzzeiten ausschaue (Serienjunkies wissen von welcher Frisur ich rede). Wenn ich noch Leute auftreiben kann, dann geh ich heut Abend in "Unknown", der in deutschen Kinos irriger Weise unter dem Titel "Unknown Identity" läuft. Die deutschen Kinoleute wollen hier doch wohl keine Ähnlichkeit mit der "Bourne Identity" erzeugen, oder? Pff :-)

Jetzt geht´s aber erstmal wieder an die Arbeit. Ach übrigens: Qantas war so freundlich mich auf Unzulänglichkeiten in der Flugplanung hinzuweisen. 1h sei eindeutig zu wenig Zeit, um in London das Flugzeug zu wechseln. Deshalb komm ich jetzt erst am Abend an. @PJo: Reichen ca. 5h für 1x Flughafen - City - Brunch - Touritour - Flughafen?

Dienstag, 1. März 2011

Endspurt!

Die liebe PJo hat mich gerade freundlich darauf hingewiesen, dass ich ja SOON zurück komme. Wie Recht sie da hat. Im Kopf bin ich schon halb daheim, die Tage fliegen nur so an mir vorbei. Bei aller Vorfreude (freu, freu, freu :-) fühlt es sich aber auch schon wie Abschied an (bye bye bye), da ich auch hier viele Freunde gewonnen habe und alle böse mit den Fluggesellschaften sind, dass man nicht für 19,99€ nach Europa fliegen kann (naja zumindest nicht ohne das Komma zu streichen). Am meisten auf Trab hält mich aber meine Masterarbeit, denn obwohl ich noch zwei Monate in Deutschland hab, bevor ich die einreichen muss, drückt mir hier schon langsam der Schuh. Heute gibt es an der Uni zur Wiedereröffnung eines Gebäudes den ganzen Tag freien Kaffee vom Barista. D.h. ich arbeite heute fleißig und kann am Ende noch locker rennen, wie der Hamster im Bild :-)

Dienstag, 22. Februar 2011

Reiseplaene

Puh, was fuer ein anstrengendes Telefonat. Bevor ich euch schildere, wie man 3h in der Warteschlange von Qantas verbringt, erzaehle ich euch kurz, warum ich mir das antue:

Mein Rueckflug fuehrt mich ueber Sydney und Singapur. Da man ja nie weiss, wann man je in diese Teile der Welt zurueckkommt, wollte ich meinen Flug so aendern, dass ich dort jeweils ein bisschen Zeit verbringen kann. Das ist auch deshalb gut, weil der ganze Flug am Stueck mit ueber 30h schon ganz schoen heftig ist. Also versuch ich das natuerlich zuerst online zu regeln, doch das Aufsplitten eines Fluges ist dort ueberhaupt nicht moeglich. Also muss ich in den sauren Apfel beissen, die 100 Euro Umbuchungsgebuehr in Kauf nehmen und dort anrufen.

Doch auch das stellt sich als nicht so einfach raus. Geschlagene 2h hab ich in der Warteschlange verbracht. Zum Glueck war es eine kostenlose Nummer. Das Handy hab ich also auf Lautsprecher gestellt und mich anderweitig beschaeftig. An dieser Stelle ein Lob an die Akkus der Firma Sony Ericsson :-)

Als ich endlich drankomme braucht es eine weitere Stunde, bis wir alle Moeglichkeiten besprochen haben. Ich langweil euch nicht mit Details, ausser vielleicht das Ergebnis betreffend. Fuer die Lesefaulen unter euch: Am 27.03. um 10.55 Uhr hat mich das Laendle wieder :-) Bis bald also!

Montag, 21. Februar 2011

El Burrito!

 Nachdem mein Magen jetzt ein Wochenende lang verwoehnt wurde, ist der kulinarische Anspruch gestiegen. Heute hab ich deshalb zur Abwechslung mal was Neues in der Minimalisten-Kueche probiert ;-) Lecker!

Sonntag, 20. Februar 2011

Lantern Festival II


Das Lantern Festival geht weiter und den Sonntag Abend hab ich die kulinarische Reise fortgesetzt. Die Zahl der Dinge, die man hier probieren kann wird nur vom Magen und vom Geldbeutel limitiert. Zum Glueck nehmen die hier nur Bares, das geht naturgemaess meist recht schnell zur Neige. Trotzdem konnte ich einiges probieren, so z.B. possierliche Krabben, die man am Stueck essen kann (soft shell).

Es gab aber noch viel mehr zum Probieren. Taiwanese sausage, steamed pork bun (entschaedigt nicht ganz fuer die Dampfnudeln, die ich dieses Jahr verpasst habe), dumplings (die wohl von uns geklaute Idee fuer Maultaschen), Wassermelone mit Eiscreme, Omelette mit Meeresfruechten und Austern (in ich vermute Sweet Chilli Sauce) und den Rest hab ich schon wieder vergessen. Schoen ist, dass die Portionen schoen klein gehalten werden, so dass man nicht gleich nach einem "Versucherle" satt ist. Mehr gibt es in der Diashow zu sehen!



Samstag, 19. Februar 2011

Lantern Festival


Die Zeit vergeht weiterhin wie im Fluge. Wieder ist eine Woche vorbei und in etwas mehr als einem Monat hat mich die Heimat wieder. Ich freu mich schon wahnsinnig drauf, alle dort wiederzusehen. Und wenn ich hungrig bin denk ich schon immer an all das gute Essen, das ich bald wieder haben kann! Aber dieses Wochenende sorgt Auckland für ein wenig kulinarische Abwechslung und lenkt meinen Magen damit vom Heimweh ab. Neulich hat, wie manche von euch vielleicht wissen, das chinesische neue Jahr begonnen. Wir sind jetzt im Jahr des Hasen. Kurz nach Neujahr feiern die Chinesen das Lanternfestival (Lantern = Laterne).

Wer jetzt im Kopf schon an Horden von Kindern denkt, die "Ich geh mit meiner Laterne..." singen: weit gefehlt. Es ist vielmehr wie eine asiatische Version des Weihnachtsmarktes. Man hat den Albert Park hier in Auckland mit vielen vielen Laternen geschmückt. Und dabei spreche ich nicht nur von den 0815 roten Laternen, sondern vor allem von richtig netten Motiven wie Drachen, Kaiser oder Hasen. Es gibt hier eine Bühne mit chinesischen Darbietungen und Musik und allerhand Leute tummeln sich im ganzen Park. Das meiste ist jedoch auf der "Fressmeile" los, wo sich ein Stand an den anderen reiht und asiatisches Essen aller vorstellbaren Art angepriesen wird.

Die Qualität wird von manchem bemängelt, aber man kann hier vor allem sehr authentische Sachen probieren, die man sonst nirgends bekommt. Manchmal ist es allerdings gar nicht so neu. Da frag ich zum Beispiel an einem Stand, ob ich die chinesische Waffel haben kann. Zeige dabei auf etwas, das eindeutig wie eine Waffel aussieht. Die Frau erklärt mir: Oh nein nein. Das hier ist ein chinesischer Donut, ob ich es trotzdem möchte. Natürlich sag ich, und knabber Sekunden später an etwas, das aussieht, riecht und schmeckt - ihr habt's erraten - wie eine Waffel. Aber von mir aus nennen wir es halt Donut. Am Sonntag Abend werd ich meine kulinarische Reise fortsetzen, denn dann ist auch ein Feuerwerk geplant. Einen Unterschied gibt es jedoch zu den Weihnachtsmärkten in Deutschland. Geöffnet ist nur von 17 bis 22.30 Uhr. Aber Laternen machen Mittags auch keinen Sinn, hieß es zur Begründung. Meine Meinung: Essen kann man doch immer!


Montag, 14. Februar 2011

Valentine's Day


Liebe ist ein seltsam Ding,
auf das ich hier ein Loblied sing.

Liebe ist oft schwer zu finden,
wer moechte sich schon gerne binden.

Doch hat man die Liebe erstmal gefunden,
lebt man nicht mehr nur nach Stunden,
man geniesst auch einzelne Sekunden.

Liebe gibt einem Selbstvertrauen,
denn auf den andern kann man bauen.

Liebe gibt einem Mut und Kraft,
so dass man sogar seinen Master schafft.

Liebe gibt einem Glueck und Frieden,
ein langes Leben scheint damit beschieden.

Natuerlich gibt es auch mal Krisen,
doch so viel Gutes laesst sich einfach nicht vermiesen.

Und so sag ich nach Monaten in der Ferne,
wo ich mich selbst ein bisschen besser kennen lerne:

Susanna, du bedeutest fuer mich mein Glueck,
und ich sehne mich nach dir zurueck!

Reisebericht Teil VI

Der naechste Aufenthalt nach dem Franz-Josef-Gletscher war der Lake Wanaka. Dort gab es leider nicht sehr viel interessantes zu sehen. Ein verschlafenes Touristennest mit ueberteuerten Restaurants. Der See ist natuerlich nett, aber nett gibt es in Neuseeland schon an jeder Ecke. Susanna und ich hatten trotzdem eine echt gute Zeit, da wir eine Reservierung fuer's Skydiving hatten. Leider gab es davon keine Fotos, da uns der Spass eh schon zu teuer war und die einen mit Fotos / Filmmaterial echt abzocken. Ich wollte noch Fotos am Boden machen, aber nicht einmal dazu kamen wir:

Wir wurden morgens am Hotel abgeholt und waren nach etwa 20 Minuten Fahrt am Ziel. Dort wurden wir gleich bedraengt, wir sollen hier schnell ein Formular ausfuellen, dann koennten wir noch auf das naechste Flugzeug. So kam gleich eine Menge Hektik ins Spiel. Formular ausfuellen ("In case the parachute fails it's your own risk"), Klamotten anlegen, bezahlen, begurten und ab ins Flugzeug. Nach nicht einmal 10 Minuten waren wir in der Luft.  Waehrend das Flugzeug auf 15.000 Fuss stieg, haette man sich an fuer sich ja wieder entspannen koennen. Aber da man nicht weiss, wann es los geht, steigt die Spannung weiter. Da hat es auch nicht geholfen, dass alle anderen sich vorbereitet haben und nur mein Sprungpartner ein Nickerchen gemacht hat :-) Die Susanna ist dann als erste aus dem Flugzeug, kurze Zeit spaeter ich. Die ersten Sekunden sind das beste. Man dreht sich, man taumelt und man hat dieses schoene Gefuehl im Bauch, wie wenn die Achterbahn gerade ueber die Kuppe gefahren ist und es abwaerts geht. Nach kurzer Zeit wird man jedoch stabilisiert und man spuert nur noch den Wind in seinem Gesicht. Die Aussicht ist bombastisch. Man hat das Gefuehl man koennte die ganze Welt sehen. Mein Sprungpartner zieht nach kurzer Zeit die Leine und wir segeln kreisend tiefer und tiefer, so dass man Gelegenheit hat das Gelaende genauer zu studieren. Dann naehert man sich der Landung und ich bekomme gesagt, dass es wichtiger als alles andere ist die Beine hoch zu nehmen. Ich denk das bekomm ich hin und bereite mich innerlich auf eine unangenehme Gesaesslandung vor.

Doch dann die Ueberraschung. Wir setzen leicht auf wie eine Feder! Das haette ich nicht gedacht. Nun das Adrenalingefuehl in mir ebbt langsam wieder ab, ich schaele mich noch halb zitternd aus dem Anzug. Susanna erzaehlt, dass sie ihren Guide gebeten hat solang wie moeglich zu fallen und deshalb gar nicht viel gesegelt ist. Und langweilig war ihr wohl auch ein bisschen :-) Den Freizeitsport, der die Susanna adrenalintechnisch fordert, muss wohl erst noch erfunden werden. Wir waren uns jedoch darin einig, dass der Spass wirklich zu teuer ist, dafuer dass nach nicht einmal einer Stunde alles vorbei war. Unser naechster Halt ist das wunderschoene Staedtchen Queenstown, das auch wieder an einem See liegt, jedoch deutlich mehr Charme hat. Dazu naechstes mal mehr!

Dienstag, 8. Februar 2011

Uni Uni Uni

Hallo meine lieben Freunde. Zeit fuer einen Zwischenbericht. Ich arbeite gerade sehr fleissig und versuch auch ein bisschen frueher aufzustehen, um mehr aus dem Tag rauszuholen. Ich merk langsam, dass die Zeit hier ablaeuft und mach mir schon Gedanken um die Heimreise. So werd ich wahrscheinlich meinen Rueckflug so umbuchen, dass ich 1-2 Tage in Sydney bleiben kann. Ob ich auch ein bisschen laenger in Singapur verweilen moechte, muss ich noch entscheiden. Zwischendrin hab ich euch ein paar Fotos geknipst, um euch meinen Arbeitsplatz ein wenig naeher zu bringen. Das obere Foto zeigt das Gebaeude, in dem ich momentan arbeite. Eins der offenen Fenster im oberen Stockwerk ist meines. Das zweite Bild zeigt den Rasen vor dem Gebaeude. Schoen fuer Mittagspause.

Letztes Wochenende hab ich nicht sehr viel Spassiges unternommen, aber dafuer ein bisschen Arbeit geschafft.
Unter der Woche ist da schon mehr Programm, so z.B. Donnerstags Badminton spielen oder neuerdings Dienstags ein hoellischer Stretchkurs (der zu 90% aus krampffoerdernden Muskeluebungen besteht). Heute Abend geh ich wahrscheinlich ins Kino (The Black Swan), denn auch hier gilt Super-Kino-Dienstag. Donnerstag ist Farewell-Dinner fuer Kerstin geplant. Kerstin ist die deutsche Austauschstudentin, die ausser mir hier bei den Biologen arbeitet.

Das Wetter ist im Moment wieder extrem schwuel, auf der Suedinsel ueber 40 Grad. Man sagt, das haben wir dem Ueberbleibsel von Yasi zu verdanken. Lieber so als wie in Australien :-) Liebe Gruesse an meinen Onkel und meine Tante aus Illinois, denn aus den USA hoert man ja schlimme Geschichten ueber den Jahrhundertblizzard. Hoffe euch geht's gut (speziell meinem Onkel, der bewiesen hat, dass Herzschrittmacher eine Geld-Zurueck-Garantie haben sollten) und ihr taut bald wieder auf!

Freitag, 4. Februar 2011

Reisebericht Teil V

Damit es hier auch mal wieder vorangeht noch ein weiteres Kapitel Reisebericht. Wie sich mancher vielleicht erinnert, waren wir schon auf der Suedinsel angekommen und hatten auch unsere erste Nacht ueberstanden. Wir sind mittlerweile am 30.12. angekommen und auf dem Programm steht ein Ausflug in den Abel Tasman Nationalpark, bevor wir noch eine Nacht in Nelson verbringen. Der Abel Tasman Nationalpark ist nach dem Hollaender Abel Tasman benannt, der als erster Europaer auf einer Expedition Neuseeland entdeckt hat. Hollaendische Kartographen nannten die neuentdeckten Inseln daraufhin Nova Zeelandia nach der hollaendischen Region Zeeland. 


Im Abel Tasman Nationalpark hatten wir bereits unser Touristenprogramm im Voraus gebucht. So sind Susanna und ich auf eine dreiteilige Tour gegangen, die mit einer kleinen Kayaktour anfing. Danach ging es auf ein Boot, welches uns im Park aussetzte und an anderer Stelle etwas spaeter wieder aufsammelte. Alles in allem war das sehr schoen! Meine Eltern hatten nicht so viel Glueck mit ihrer gebuchten Bootstour. Beim Buchen klang es noch nach gemuetlicher Kaffeefahrt, doch in Wirklichkeit war es wohl ein ungemuetlicher Ritt auf einem Wassertaxi. Aber am Nachmittag sind wir alle sicher zurueck in Nelson gewesen, um den Abend mit mexikanischer Kueche abzuschliessen. 


Am naechsten Tag hatten wir eine etwas groessere Fahrstrecke zu bewaeltigen. Es ging einen guten Teil der Westkueste hinunter bis zum Franz-Josef-Gletscher, wo wir Silvester verbringen sollten. Dort angekommen erstmal eine boese Ueberraschung. Unser Reiseveranstalter hat es versaeumt das Hotel zu buchen und naturgemaess ist es an einem 31.12. nicht leicht Ersatz zu finden. Gluecklicherweise war das Hotelpersonal sehr freundlich und hat es geschafft ein Motel ausfindig zu machen, das auf Grund einer Stornierung Platz fuer uns hatte. Am Ende also wieder alles gut und das obwohl wir nach dem Abendessen so erschoepft sind, dass wir um 11 beschliessen "let's call it a day" wie man im Englischen so schoen sagt und 1h Stunde vor dem neuen Jahr ins Bett gegangen sind. Zu unserer Verteidigung: Da war eh nix los in dem Kaff :-P


Am naechsten Tag mussten wir auch wieder frueh aufstehen. Susanna und ich hatten uns vorgenommen eine ordentliche Wanderung zu bestehen und sind deshalb frueh in Richtung Gletscher aufgebrochen. Als Route hatten wir uns einen Pfad ausgesucht, der uns auf einen Aussichtspunkt ueberhalb des Gletschers fuehren sollte. Die Route selbst war die abenteuerlichste, die ich je lang gewandert bin. In Deutschland gibt es so etwas bestimmt nicht. Die Route folgt dem natuerlichen Gelaende, d.h. man folgt organgefarbenen Wegmarkierungen, die einen ueber Stock und Stein fuehren. 




Durch Erdrutsche und aehnliches waren zudem Teile des Pfades nicht mehr vorhanden, so dass wir schon kurz davor waren aus Zeitmangel umzukehren. Aber wie das eben so ist sagt man sich staendig, "Na eine Kurve noch!" und hinter der letzten kam dann zum Glueck das Ziel. Die Aussicht war die Muehe wert und selbst wenn der Pfad nirgends hingefuehrt haette war es ein tolles Klettererlebnis. Am spaeten Mittag sind wir dann nach 5h Wanderung auf den Parkplatz zurueckgekehrt und Richtung Wanaka aufgebrochen, wo fuer Susanna und mich Skydiving auf dem Programm stand :-)

Montag, 31. Januar 2011

Wilma and the Bay of Islands

In Neuseeland hat jede Region einen eigenen Feiertag. Diesen Montag war Auckland Anniversary Day, wodurch sich ein verlaengertes Wochenende ergab. Ideale Voraussetzungen also, um mal aus der Stadt rauszukommen. Ich und ein paar Freunde haben deshalb einen Mietwagen gemietet und sind nach Paihia in die Bay of Islands gefahren. Unsere Reise dorthin am Freitag Nachmittag hat sich dabei als unerwartet grosses Abenteuer herausgestellt. Ueblicherweise braucht man fuer die Strecke etwa 3 Stunden, wie die Susanna sicher noch weiss, da wir von dort mit der Soren Larsen aufgebrochen sind.

Letzten Freitag haben wir jedoch 5 Stunden gebraucht, da ein Wirbelsturm versucht hat uns einen Strich durch die Rechnung zu machen. Er haette es auch fast geschafft. Zu Anfang mussten wir uns nur starkem Regen und Wind entgegen stellen, doch je naeher wir dem Ziel kamen, desto oefter mussten wir uns auch durch ueberflutete Strassenteile bewegen. Der Regen wurde dabei zunehmend staerker, so dass man bald nicht mehr viel erkennen konnte. Die Anspannung war ziemlich gross und ich waehnte mich in Gedanken schon fast am Ziel, als wir 10km vor Paihia von der Polizei gestoppt werden.

Der Rest der Strasse sei wegen Ueberflutung und Erdrutsch unpassierbar, wir muessen umkehren. Freundlicherweise erklaert man uns, dass es noch eine einzige Alternativroute nach Paihia gibt, ein 30km Umweg. Die Beschreibung war gut gemeint, jedoch ein wenig zu kompliziert, weshalb wir uns an einer Tankstelle erstmal eine Karte besorgt haben. Gut geruestet, jedoch mit den Nerven schon ziemlich blank, ging es dann weiter. Dann, wieder etwa 10km vor dem Ziel, ein kleiner Fluss den es zu ueberqueren gilt.



Davor steht ein Baustellenfahrzeug, das vor der Ueberquerung warnt. Der Grund ist schnell ersichtlich. Die Bruecke, die einstmals ueber dem Fluss lag, lag jetzt im Fluss. Da der Wasserstand aber noch nicht viel hoeher als die Bruecke ist, entschliessen wir uns es zu versuchen. Mit Erfolg. Meine erste Flussueberquerung war also erfolgreich, nicht mit einem Gelaendewagen versteht sich, sondern mit einem Toyota Corolla (ich sing Lobeshymnen auf Toyota, egal was in den Nachrichten gerade ueber Probleme steht). Nach kurzer Zeit erreichen wir dann endlich Paihia und finden unser Cottage nach nur halbstuendiger Suche. Die Suche dauerte so lange, weil der Regen zu stark war, um ausserhalb des Autos noch viel erkennen zu koennen. Am Ziel parken wir das Auto in einem kleinen Teich, der mal eine Strasse darstellte und waten in 20cm tiefem Wasser zum Eingang. Geschafft!

Da einige Leute schon frueher aufgebrochen waren, wurden wir zum Glueck bereits mit leckerer Pizza erwartet. Wir konnten uns also entspannen und ueber das Geschehene lachen. Aber an die Fahrt werde ich mich noch lange erinnern. Am naechsten Tag stellt sich heraus, dass wir in Paihia erstmal eingeschlossen sind, da die Bruecke hinter uns den Geist aufgegeben hat. Das Wetter ist wieder schoen, doch das Meer ist in Paihia ein truebes braun, durch all das einstroemende Flusswasser. Strand ist also nicht. Statt dessen Essen wir gemuetlich zu Mittag und schauen uns Waitangi an, wo einst die Briten mit den Maori einen Friedensvertrag unterzeichneten. Damit wurden die Maori 1840 britische Staatsbuerger, obwohl es wohl extreme Unterschiede in den Uebersetzungen gab. Trotzdem gilt der Vertrag heute als Gruendungsvertrag Neuseelands. Auf dem Weg dorthin haben wir auch unseren kleinen Fluss wiederentdeckt, den der Wirbelsturm Wilma ein wenig hat anschwellen lassen. Das Video hier funktioniert wahrscheinlich nur, wenn ihr einen Facebook-Account habt.



Bis zum Sonntag hatten wir einen Ausweg aus dem immer noch eingeschlossenen Paihia ermittelt. Mit der Autofaehre ging es ins gegenueberliegende Russell, von wo aus die Strassen passierbar waren, wenn man auch hinter jeder Kurve einen Erdhaufen vermuten musste. Dort (da ausserhalb der Bucht), war das Meer dann auch wieder schoen klar und wir konnten noch einen schoenen Tag am Strand geniessen, bevor es zurueck nach Auckland ging. Ein abenteuerreiches Wochenende ist zu Ende und der Montag steht fuer Arbeit und Erholung offen :-)

Mittwoch, 26. Januar 2011

Reisebericht Teil IV

Das Wetter in Auckland scheint nach einer stuermischen Phase wieder besser zu werden. Gerade letztes Wochenende gab es zahlreiche Ueberflutungen, ausgeloest durch starken Regen und Wind, der das Meer in die tieferen Bereiche der Stadt trieb. Besonders mutig fand ich dabei den Jogger bei Sekunde 0:56 in diesem Video http://tvnz.co.nz//national-news/auckland-residents-warned-flood-ready-tonight-4005593/video

Gerade bei schlechtem Wetter schwelgt man ja gerne in Erinnerungen, deshalb Zeit fuer die Details unserer Ueberfahrt zur Suedinsel. An diesem Morgen ging es etwas hektischer bei uns zu, da zwar ziemlich detailliert beschildert wird, wo man Mietwagen ueberall nicht hinstellen darf, aber einem keiner sagt, was man tun soll, wenn alle Parkplaetze der Firma Hertz belegt sind. Ich frag mich bis heute, wie lange es gedauert hat, bis die Firma Hertz das Auto beim Kollegen Europcar gefunden hat :-)

Beim Borden der Faehre haben wir ein paar Saetze mit einem Mitarbeiter gewechselt, der meinte wir sollten uns schnell um einen Sitzplatz bemuehen, den die Faehre sei heute voll ausgebucht mit ihrer 1600 Mann Kapazitaet. Gesagt, getan, haben wir uns schnell noch Sitzplaetze auf dem Sonnendeck gesichert. "Sonnendeck" war hier jedoch auch das Problem, da wir uns einem extrem klaren Tag gegenueber sahen, bei dem uns die Sonne ein Loch in den Kopf brechen wollte.

Drei Stunden Ueberfahrt also in der knallen Sonne. Nur gut, dass wir ein bisschen Fahrtwind hatten und es nicht zu heiss war, so konnte auch eine Regenjacke vor der Sonne schuetzen. Oder man stellt sich am Ende einfach doch in den Schatten :-)

Im lieblichen Picton angekommen warteten dann neue Probleme auf uns. Von einem Navi wollten die von Europcar nix wissen und erst nach laengeren Verhandlungen hatten wir doch eins in der Hand. Zum Abschied dann noch der Hinweis: "Achja, die Strasse nach Nelson koennt ihr nicht nehmen, die ist weggespuelt worden." Hmm bloed. Also zur Touristeninfo getigert und Details fuer die Umfahrung der Problemstrasse eingeholt. Nach einem sehr leckeren und entspannenden Essen im Cafe ging es dann auch weiter, mit einer Fahrt entlang zahlloser Weingueter. Die Region heisst naemlich Marlborough und ist Herkunftsort des besten neuseelaendischen Weins und Exportschlagers, dem Marlborough Sauvignon Blanc.

Fuer eine Weinprobe hat die Zeit leider nicht gereicht, aber am spaeten Nachmittag kamen wir dann in Nelson an. Meine Eltern hatten hier ein wunderschoenes Cottage in dem auch eine gut ausgestattete Kueche war, so dass wir diesen Abend mit Einkaufen und Kochen verbrachten und dabei schliesslich doch noch in den Genuss des guten neuseelaendischen Weins kamen.

Dienstag, 25. Januar 2011

Kiwidventures World-Wide

Mein Blog führt Statistiken über die Herkunft meiner Leser (spätestens jetzt müsst ihr also über Anonymität im Internet neu nachdenken) und ich hab mir heute überlegt, wer alles außerhalb von Deutschland meinen Blog so liest. Neuseeland dürfte relativ leicht zu erraten sein. Bei Australien muss ich schon passen, ebenso bei Singapur (wer meldet sich freiwillig?). Belgien wuerd ich spontan dem Toffi zuordnen, Frankreich der Carmen, Dänemark dem Steffen, die USA meiner lieben Tante und Brasilien dem Max. Ins Auge sticht natürlich das dunkle Grün vom kleinen Deutschland. Danke für's fleißige Mitlesen an alle da draußen in der Welt!

Montag, 24. Januar 2011

Reisebericht Teil III

Wie versprochen gibt es auch eine Fortsetzung der Reiseberichte. Letztes mal waren wir ja beim Mt. Doom stehen geblieben. Abends hatten wir noch schnell eine kleine Wanderung hinter uns gebracht. Schnell nicht nur weil die Sonne unterging, sondern auch weil extrem schlechtes Wetter angekuendigt war. Nachts ging es dann auch los mit Wind und Regen und der naechste Tag, den wir mit der Fahrt nach Wellington verbracht haben, war zum Glueck zunaechst nicht mit viel Aussenaktivitaeten verbunden. Ihr kennt das ja vielleicht, wenn man das Lenkrad 45 Grad einschlaegt um geradeaus zu fahren und ausserdem sicher unvergesslich fuer meine Familie der Anblick von Markus, wie er im stuermischen Wind versucht seine Jacke anzuziehen und das Auto zu tanken.

In Wellington hatte sich das Wetter zum Glueck schon wieder beruhigt, so dass wir den Charme dieser Stadt geniessen konnten. Doch Moment, was war da los? Wieso sind fast alle Geschaefte geschlossen? Die Erklaerung bekamen wir im Hotel. Die Kiwis sind naemlich gar nicht auf den Kopf gefallen. Wenn ein Feiertag bei denen auf ein Wochenende faellt, dann wird der am naechsten Werktag nachgeholt. Deshalb war um Weihnachten und Neujahr herum fast dauernd Feiertag, was hier auch 15% Aufschlag in Restaurants bedeutet.

Das beruehmte Museum Te Papa hatte zum Glueck auch geoeffnet. Dabei handelt es sich um ein Museum zum Anfassen, wenn auch nicht ganz so schoen interaktiv wie die experimenta in Heilbronn. Ausserdem stand auf dem Programm eine Fahrt mit dem Cable Car, hoch zur Sternwarte und zur Aussicht ueber Stadt und Hafen. Das war es dann aber auch schon wieder mit Wellington. Naechstes mal dann die Ueberfahrt zur Suedinsel und die Umfahrung weggespuelter Strassen.

Mein erstes Modell


Kleine Erfolgsmeldung zwischendurch: Ich mach im Moment mal wieder sichtbare Fortschritte mit meiner Arbeit :-) Es ist mir gelungen ein lauffaehiges Modell zu erstellen, so dass ich endlich eine Grundlage bzw. das Ruestzeug fuer weitere Simulationsversuche habe. Gutes Gefuehl, wenn mal was klappt.

Samstag, 22. Januar 2011

Big Day Out and Surfin' Muriwai

Heute eine kleine Unterbrechung der Reiseberichtserie aus aktuellem Anlass. Das Wochenende macht einen verdammt guten Job mich vom Trübsal blasen abzulenken. Am Freitag war "Big Day Out", das größte Musikfestival, das du in Neuseeland finden kannst. Es findet parallel auch in Australien statt (wo wahrscheinlich die bekannten Bands gespielt haben). Der Big Day Out fand unweit von Auckland entfernt im Mt. Smart Stadium statt. Es kamen wohl um die 40.000 Menschen zusammen, also kein Vergleich mit Rock im Park und es dauerte auch keine drei sondern nur einen einzigen Tag. Es war trotzdem nett mal zu sehen, was man hierzulande unter guter Musik versteht. Was mir gut gefallen hat waren nicht unbedingt die Highlights (Rammstein und Tool), sondern z.B. Naked and Famous, die einzig wirklich lokale Band, die mich zum Kopfnicken veranlasst hat :-)



oder Sia, die allerdings aus Australien kommt:



Die Leute konnten leider gar nicht nachvollziehen, warum ich Rammstein nicht mochte. Argument, "but it's from Germany!" oder "But, they sing in German" - Meine Antwort: "Yeah, maybe that's the problem." :-)

Heute (Samstag) hält das Regenwetter zwar an, nichtsdestotrotz hab ich mich durchgerungen meinen Gutschein für die Surfschule einzulösen, bevor er ausläuft. Deshalb bin ich heute mit Anna nach Muriwai gefahren, wo man mir in 90 Minuten beigebracht hat für 0,00000000000001s auf einer Welle zu surfen. Macht saumäßig viel Spaß und ich hab noch soooooooo viel Verbesserungspotential. Ich halt euch natürlich auf dem Laufenden und sorry, dass es davon keine Fotos gibt! Bald geht es auch mit Reiseberichten weiter, wir sind ja noch nicht durch ;-)

Mittwoch, 19. Januar 2011

Reisebericht Teil II

Den groebsten Jetlag hatten alle nach zwei Naechten halbwegs ueberwunden, so haben wir Coromandel verlassen und uns auf den Weg nach Rotorua gemacht. Fuer mich war es das zweite mal, dass ich dort war, so dass ich mich schon ein bisschen ausgekannt habe. Ihr werdet euch vielleicht erinnern, Rotorua war die vulkanisch aktive Region in der es die meiste Zeit nach faulen Eiern riecht. Daran hat sich nix geaendert :-D

Zu sehen gibt es dort als Hauptattraktion Te Puia, ein Maorikulturzentrum, in dem man neben dem Haka und Taenzen auch Pohutu, den groessten Geysir des Landes bestaunen kann. Alles in allem ein kostspieliger Spass, aber so hat man wenigstens ein ganz klein bisschen Maorikultur erlebt. Auch fuer mich neu war das "Buried Village", eine Ansiedlung, die bei einem Ausbruch des Tarawera 1886 begraben wurde. Einige Fundamente wurden teilweise wieder ausgegraben.

Interessant vor allem weil man dort etwas ueber eines der groessten Naturwunder der Erde erfahren hat, das bei diesem Ausbruch leider vollstaendig zerstoert wurden: Die sogenannten Pink and White Terraces, bei denen es sich um natuerlich geformte Becken in Stufenform handelt. Ueblicherweise verfuhr man so, dass man im untersten und kaeltesten Becken anfing zu baden und sich dann Stufe um Stufe steigerte, bis es am Ende mit der Hitze nicht mehr auszuhalten war.
Das Bild hier zeigt die White Terraces 1884, zwei Jahre vor ihrer Vernichtung.

Der naechste Tag fuehrte uns dann zum Lake Taupo und zu den sogenannten Huka Falls. Eines unserer Action Highlights dort war es mit dem JetBoat zu den Wasserfaellen zu fahren. Damit der Weg nicht langweilig wird faehrt man die meiste Zeit direkt auf Hindernisse zu, nur um dann in letzter Sekunde vorbeizudriften. Garniert wird das Erlebnis mit einer Menge 360 Grad Spins.  Es hiess man wuerde eventuell ein bisschen nass, doch unser humorvoller Fahrer hatte seinen Spass und hat es so uebertrieben, dass eine ganze Welle ueber unser Boot ging :-)

Er meinte nur "Oops, that has never happened before". Wir haben spaeter dann Fotos gekauft, die dort gemacht wurden und haben diese mit triefnassen 20 Dollarscheinen bezahlt. Nachdem wir dem Kassierer erklaert haben, warum das Geld so nass ist, hat dieser es seinem Kollegen um die Ohren gehauen, bevor er es zum Trocknen gelegt hat. So hatten wir auch noch unsern Spass :-)

Den Nachmittag und die Nacht haben wir dann am Mt. Doom verbracht. Ja genau, dem aus Herr der Ringe. Mt. Ruapehu ist hier eigentlich ein Skiressort, das im Sommer ziemlich ausgestorben war und auch seeeeeeeeeehr duester aussah (verstaerkt durch extrem nebliges Wetter und der Menschenflaute um Weihnachten). Wir haben uns dann aber noch zu einer Wanderung entschlossen, die uns in einer sehr schoenen Route zu einem Wasserfall gefuehrt hat. Sehr cool!