- 22.12. 16.32 Uhr (MEZ): Meine Eltern sind in Frankfurt und haben eingecheckt. Flug startet 20.15 Uhr.
- 22.12. 17:03 Uhr (MEZ): Susanna auf dem Rollfeld, Flugzeug von Stuttgart nach München.
- 22.12. 19:42 Uhr (MEZ): Susanna im Flugzeug nach Tokyo.
- 22.12. 19:55 Uhr (MEZ): Meine Eltern und Joni im Flugzeug nach Dubai.
- 23.12. 16:03 pm (NZ): Meine Eltern sind heil in Dubai angekommen!
- 23.12. 19:54 pm (NZ): Meine Eltern auf dem Weg zum Rollfeld.
Ankunft in...
Donnerstag, 23. Dezember 2010
Updates!
Guten Morgen Welt, das Abenteuer Neuseeland hat für meine Eltern, meinen kleinen Bruder und meine liebste Susanna begonnen. Bald schon müssen Sie einen Zeitunterschied von 12 Stunden und einen Temperaturunterschied von 30°C überwinden.
Mittwoch, 22. Dezember 2010
Schmilz Schnee, schmilz!
Das Bild, das ihr hier seht ist gestern auf der Weihnachtsfeier der School of Biology entstanden. Manche glaubten in mir Tom Cruise in Operation Walkuere aka Das Stauffenberg Attentat zu erkennen. Tatsaechlich gab es dort sehr viele lustige Kostueme zu sehen, darunter mein absoluter Favorit: eine Gruppe von Leuten, die sich als Tetrisbausteine verkleidet haben. Herrlich. Das Weihnachtsprogramm ist fuer mich damit jedoch abgehakt und ich kann die letzten Tage noch fuer ein bisschen Arbeit nutzen. Leicht faellt mir das jedoch ganz und gar nicht, da ich die Aufregung meiner Eltern und von Susanna teile, dass es jetzt bald los geht.
Wie ihr euch denken koennt, hat mich die aktuelle Wetterlage in Nordeuropa ziemlich nervoes gemacht und ich war sehr erleichtert heute zu lesen, dass der Frankfurter Flughafen davon ausgeht, dass sich der Flugbetrieb im Laufe des kommenden Tages normalisieren soll. Drueckt also meinen Eltern, die von Frankfurt aus aufbrechen, und der Susanna, die von Stuttgart ueber Muenchen fliegt, die Daumen, dass alles schneefrei und glatt (nicht auf's Eis bezogen) ueber die Buehne geht. Ist ein sehr seltsames Gefuehl, dass alle schon unterwegs sein werden, wenn ich Morgen frueh aufwache, ich aber noch einen ganzen Tag auf die Ankunft warten darf. Das kann man sich im Jetzeitalter kaum noch vorstellen...
Noch zwei mal schlafen und die Reise beginnt! Wie Weihnachten fuehlt es sich aber immer noch nicht an, trotzdem euch allen viel Erfolg bei den letzten Weihnachtseinkaeufen. Ich halte euch auf dem Laufenden, ueber die Flugfortschritte.
Wie ihr euch denken koennt, hat mich die aktuelle Wetterlage in Nordeuropa ziemlich nervoes gemacht und ich war sehr erleichtert heute zu lesen, dass der Frankfurter Flughafen davon ausgeht, dass sich der Flugbetrieb im Laufe des kommenden Tages normalisieren soll. Drueckt also meinen Eltern, die von Frankfurt aus aufbrechen, und der Susanna, die von Stuttgart ueber Muenchen fliegt, die Daumen, dass alles schneefrei und glatt (nicht auf's Eis bezogen) ueber die Buehne geht. Ist ein sehr seltsames Gefuehl, dass alle schon unterwegs sein werden, wenn ich Morgen frueh aufwache, ich aber noch einen ganzen Tag auf die Ankunft warten darf. Das kann man sich im Jetzeitalter kaum noch vorstellen...
Noch zwei mal schlafen und die Reise beginnt! Wie Weihnachten fuehlt es sich aber immer noch nicht an, trotzdem euch allen viel Erfolg bei den letzten Weihnachtseinkaeufen. Ich halte euch auf dem Laufenden, ueber die Flugfortschritte.
Mittwoch, 15. Dezember 2010
In etwas mehr als einer Woche ist es endlich soweit! Susanna und meine Eltern sind schon eifrig mit den Reisevorbereitungen beschäftigt. Internationaler Führerschein, Impfung auffrischen und und und. Und auch bei mir bleibt genügend Arbeit hängen. Ich hab zwar etwa 30h Stunden mehr Zeit übrig, aber es gibt dennoch viel zu tun.
Dazu zählt das Buchen von verschiedenen Reisetrips (Whale Watching, Swim with the Dolphins, Abel Tasman Kayak, Scenic Boat Tour, ...), aber auch das Besorgen von Dingen wie Sonnencrème mit LSF 50+, dem Verhandeln über eine Mietpreissenkung, der Suche einem möglichst günstigen Mietwagen (damit Susanna und ich am 10.01. zu unserer Soren Larsen kommen), und und und. Meine Kreditkarte glüht schon und wie wenn es nicht schon stressig genug wäre, hat das Wetter hier beschlossen tropisch schwül zu werden. Es hat zwar nur etwa 25°, aber die Luftfeuchtigkeit hier ist so hoch, dass alle stöhnen und sogar die Zeitungen befragen nun Star-Meteorologen zu der Herkunft dieses Wetters...
Ich schwitz also dahin und versuch auch noch möglichst viel von meiner Arbeit zu schaffen. Dabei werd ich auf Trab gehalten. Im Labor gelingen auch meine Wiederholungsversuche nicht. Es stellte sich heraus, dass es wahrscheinlich die ganze Zeit die falsche Chemikalie war, die ich benutzt habe. Auf der Theorieseite stellt sich heraus, dass das 64 Bit Zeitalter in der Systembiologie noch lange nicht angebrochen ist und das hat zur Folge, dass ich nun schließlich kapituliert habe und alles auf einer 32 Bit virtuellen Maschine neu installiere (Für die unter euch, denen das etwas sagt). Ich hätte mir gewünscht vor Weihnachten noch etwas Brauchbares vorzeigen zu können, aber ich beruhige mich damit, dass ich ja dank später Anmeldung noch bis Ende Mai Zeit habe. Und zumindest bin ich am Ende ein Experte in der Fehlerbeschreibung ;-)
Das ganze klingt für euch wahrscheinlich nach typischem Vorweihnachtsstress und Recht habt ihr. Ich freu mich jetzt vor allem darauf, dass ich bald Besuch bekomme! Hoffe ihr genießt die Weihnachtszeit ein wenig stressfreier!
Dazu zählt das Buchen von verschiedenen Reisetrips (Whale Watching, Swim with the Dolphins, Abel Tasman Kayak, Scenic Boat Tour, ...), aber auch das Besorgen von Dingen wie Sonnencrème mit LSF 50+, dem Verhandeln über eine Mietpreissenkung, der Suche einem möglichst günstigen Mietwagen (damit Susanna und ich am 10.01. zu unserer Soren Larsen kommen), und und und. Meine Kreditkarte glüht schon und wie wenn es nicht schon stressig genug wäre, hat das Wetter hier beschlossen tropisch schwül zu werden. Es hat zwar nur etwa 25°, aber die Luftfeuchtigkeit hier ist so hoch, dass alle stöhnen und sogar die Zeitungen befragen nun Star-Meteorologen zu der Herkunft dieses Wetters...
Ich schwitz also dahin und versuch auch noch möglichst viel von meiner Arbeit zu schaffen. Dabei werd ich auf Trab gehalten. Im Labor gelingen auch meine Wiederholungsversuche nicht. Es stellte sich heraus, dass es wahrscheinlich die ganze Zeit die falsche Chemikalie war, die ich benutzt habe. Auf der Theorieseite stellt sich heraus, dass das 64 Bit Zeitalter in der Systembiologie noch lange nicht angebrochen ist und das hat zur Folge, dass ich nun schließlich kapituliert habe und alles auf einer 32 Bit virtuellen Maschine neu installiere (Für die unter euch, denen das etwas sagt). Ich hätte mir gewünscht vor Weihnachten noch etwas Brauchbares vorzeigen zu können, aber ich beruhige mich damit, dass ich ja dank später Anmeldung noch bis Ende Mai Zeit habe. Und zumindest bin ich am Ende ein Experte in der Fehlerbeschreibung ;-)
Das ganze klingt für euch wahrscheinlich nach typischem Vorweihnachtsstress und Recht habt ihr. Ich freu mich jetzt vor allem darauf, dass ich bald Besuch bekomme! Hoffe ihr genießt die Weihnachtszeit ein wenig stressfreier!
Montag, 13. Dezember 2010
Coromandel
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Letztes Wochenende war die groß angekündigte Weihnachtsfeier in Coromandel. Silas' Gruppe hat auf dieser wunderschönen Halbinsel an der Ostküste Neuseelands ein Ferienhaus gebucht, so dass wir dort zwei Tage und zwei Nächte ausspannen konnten. Das Haus war nur fünf Gehminuten von einem zauberhaften Strand entfernt, der sich joggend in etwa zehn Minuten ablaufen lies. Es war fast niemand dort und das Wetter war das wärmste seit meiner Ankunft. Alle haben einen Sonnenbrand bekommen, trotz LSF 30+ und 50+, aber wenn die Sache ohne Hautkrebs ausgeht, war es das definitiv wert!
Außer dem Strand gab es natürlich auch ein bisschen Programm. Das absolute Highlight war dabei das Abendmotto vom Samstag (Bad Taste), bei man einige starke Kostüme bewundern konnte. Meine Elvisimitation war da natürlich ganz vorne dabei! Während sich andere um Essen und ähnliches gekümmert haben, lag in meiner und Kerstin's Verantwortung der spielerische Teil. Dazu gehörten dann lustige Dinge wie: Staffel-Wasser-Trage-Lauf mit einem Laborhandschuh oder Ei auf dem Löffel balancieren und auch weniger lustige Dinge wie das Tauziehen, welches so ernst genommen wurde, dass diverse Leute Brandwunden davontrugen :-( Der absolute Reißer war dafür das "Schokoladenspiel", bei dem man einen Pasch würfeln musste, dann Handschuhe, Schaal und Taucherbrille anziehen musste, bevor man dann mit Messer und Gabel eine gut eingepackte Tafel Schokolade attackieren durfte. Einigen von euch dürfte das bekannt vorkommen ;-) Aber naja meine anderen "German games" waren den Kiwis dann zu kompliziert und bei Mäxle wollte man den Teil mit dem Würfeln lieber weg lassen. Nett war noch, dass jeder einen Secret Santa hatte, also jemand, der einem etwas schenken musste. Ich hab von Raphael ein gedrucktes "Surftificate" bekommen, da er ein leidenschaftlicher Surfer ist und ich ihm erzählt habe, dass ich das auch gerne probieren würde. Da es aber keine großartigen Wellen gab, ist daraus nix geworden - vorerst! Vielleicht klappt es ja nächste Woche!
Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass ich meine Angst vor Hunden unter geringem Einfluss von Alkohol tatsächlich vollständig verliere. Wer hätte das je gedacht, dass ich mal mit einem Hund spielen würde. Ich war aber zum Glück nicht mutig genug beim Fußball mitzumachen, denn wenn ein Hund sich den Ball schnappt, dann unter Umständen mit der Vampirgrätsche :-)
Mittwoch, 8. Dezember 2010
Steamship, Christmas Parties and Birthdays...
In diesem Foto seht ihr eine Bar namens "Steamship", die mich mit ihrem einzigartigen Ambiente ziemlich beeindruckt hat. Die kitschigen Stehlampen an der Decke stellen neben Kerzenlicht die einzige Beleuchtung dar und auch wenn die einzelnen Lampen mehr als haesslich sind, so ist der Gesamteindruck doch super. Dazu kommen saeulenartige Buecherregale, die mir das Gefuehl geben als Bastian in den Antiquitaetenladen von Karl Konrad Koreander gefluechtet zu sein. Sehr stilvoll und wenn einem langweilig wird kann man sich eine der unendlich alten Ausgaben vom National Geographic angeln.
Neben einem kleinen Besuch im Steamship stand in dieser aeusserst geschaeftigen Woche bisher noch eine Geburtstagsfeier und eine Weihnachtsfeier der Mikrobiologen auf dem Plan. Ich bin froh, dass ich am Wochenende schon mal fleissig vorausgearbeitet habe :-) Die Geburtstagsfeier gab's im Don, die das hier verbreitete BYO praktizieren. Es gibt hier unterschiedliche Varianten dieses Systems. Bring your own, also etwa bring dein Eigenes bezieht sich dabei meist auf Wein und manchmal - wie im Don - bezahlt man dann nur fuer die Glaeser, die man benutzt, waehrend man anderswo per Flasche und Glas bezahlt.
Wenn man Wein im Supermarkt kauft macht das eine Geburtstagsparty jedoch schon mal um einiges erschwinglicher. Leider ist dieses kundenfreundliche Prinzip auf dem Rueckzug, da auch findige Geschaeftsleute hier gemerkt haben, dass man den Leuten viel mehr Geld aus den Taschen ziehen kann, wenn sie den Wein vor Ort kaufen (10$ pro Glas anstelle von 10$ pro Flasche).
Gestern gab es dann wie gesagt noch eine Weihnachtsfeier, die bereits mittags startete. Statt gefunden hat das ganze im Haus von Augusto, einem Dozenten der Mikrobiologie. Das Haus war der absolute Hammer. Ein Paradies fuer die drei kleinen super schnuckligen Kinder, die dort herumgesprungen sind. Die Familie stammt aus Brasilien und so gab es sehr leckeres brasilianisches Essen. Die Aktivitaeten waren auch ausgepraegter, als man das von Weihnachtsfeiern sonst so kennt. Wir wurden gleich zu Anfang in drei Gruppen geteilt (Archae, Bakterien und Eukaryoten) und man verbrachte den ganzen Nachmittag mit Vorbereitungen und Wettkaempfen. So kam es, dass ich mit anderen Eukaryoten meinen ersten Haka getanzt, Weihnachtslieder gesungen und ein biologische Phaenomen (Zellteilung) gruppen-pantomimisch erklaert habe. Dazu gab es sogar noch ein Trampolin und ich hoffe wirklich, dass ich hierzu noch Fotos nachliefern kann.
Jetzt stuerz ich mich aber wieder auf die Arbeit, so dass ich am Freitag ohne schlechtes Gewissen nach Coromandel fahren kann. Mittlerweile kennen mich die Securityleute zum Glueck ein bisschen und beaeugen mich nicht mehr so kritisch, wenn ich hier um 11 noch arbeite :-)
Montag, 6. Dezember 2010
Arbeit!
Ich hab die Gelegenheit also genutzt mich verstaerkt meiner Arbeit zu widmen (ab und zu schau ich dabei aus dem Fenster um nachzudenken und sehe diesen wunderschoenen Uhrenturm) und mich dabei vor allem um meine kleine Nebentaetigkeit fuer Daenemark gekuemmert. Mit Erfolg, so hoffe ich, aber das wird sich erst zeigen, wenn die IT-Leute dort meine Ideen ausprobieren.
Hier faengt nun langsam die Zeit der Weihnachtsfeiern an. Die erste findet schon Morgen statt (Mikrobiologie-Weihnachtsparty), die groesste ist am kommenden Wochenende (Weihnachtspartywochenende in Coromandel mit Silas' Arbeitsgruppe). War am vergangenen Samstag deshalb schon auf Einkaufstour. Der Grund liegt auf der Hand: Das Motto der Coromandel-Party ist Bad Taste. Da ich fuer sowas natuerlich keines meiner 23kg Gepaeck geopfert hatte, musste ich mir also was besorgen. Fuendig wurde ich in meinem Lieblingskostuemeladen und ich bin sicher: Gaebe es einen Preis zu gewinnen, haette ich gute Karten. Fotos folgen hoffentlich nach dem Wochenende :-) Ausserdem ist mir meine Haarpracht etwas leidig geworden und ich hab sie gegen einen etwas sommerlicheren Schnitt eingetauscht (siehe rechts). So, jetzt aber wieder an die Arbeit!
Donnerstag, 2. Dezember 2010
Adventszeit!
Dienstag, 30. November 2010
Scribbles und andere Dinge!
Am Wochenende durfte ich mich dann neben Homeofficetaetigkeiten fuer meine daenischen Freunde von den Strapazen erholen. Ich hatte am Samstag Gelegenheit mal ein BBQ zu besuchen. Das fragliche Haus beinhaltet mehr als ein Dutzend Menschen und wurde zu etwa 50% von Deutschen bewohnt, so dass es die meistgesprochene Sprache des Abends war. Auch mal wieder ganz nett. Eine der Mitbewohnerinnen hatte sich die geografische Form Neuseelands gerade an diesem Tag auf den Fuss taetowieren lassen und ich muss sagen, das sah gar nicht mal schlecht aus. Aber keine Angst, soweit bin ich noch nicht :-) Anlass der Feier war die Verabschiedung von Linda und Christoph (stammen aus Berlin), die nach einem jetzt statt findenden Abschlusstrip durch Neuseeland im Januar wieder nach Deutschland fliegen. Farewell!
Meine Arbeit bekommt unterdessen wieder etwas Fahrtwind, angefangen mit meinem neuen Buero, das ich am Montag bezogen habe. Es ist schoen hell und ich muss es nur mit einer anderen Person teilen. Das heisst dann weniger Ablenkung und weniger Muedigkeit (mehr Licht und kuerzere Laufwege zum Kaffee). Ausserdem hab ich aus verschiedenen Richtungen neuen gedanklichen Input fuer meine Arbeit bekommen. Nachdem ich schon wieder ein wenig am Verzweifeln war, bin ich im Moment also optimistisch, dass ich damit vorankomme. Was leider nicht geklappt hat war meine Teilnahme an einer Mikrobiologie-Konferenz, die heute in Auckland beginnt und die ganze Woche dauert. Das waer fuer mich sehr interessant gewesen, jedoch hab ich leider keinen Sponsor gefunden und 360NZ$ aus der eigenen Tasche war mir dann doch zu viel. Auf der positiven Seite hab ich dann wieder mehr Zeit fuer die Arbeit und im Hinblick darauf, dass mir vier Weihnachtsfeiern bevorstehen ist die sicher auch noetig... :-) Weihnachtsstimmung kommt hier jedoch bei weit ueber 20 Grad nicht so leicht auf (trotz Santa-Parade), so dass ich euch fast ein bisschen um den Schnee beneide, den ihr gerade habt. War ja klar, dass es das einzige weisse Weihnachten im Jahrzehnt gibt, wenn ich fort bin. Aber ich beschwer mich sicher nicht, dafuer ist das Wetter hier dann doch zu schoen :-P
Montag, 22. November 2010
Anawhata Beach!
Gestern hat die Susanna ja ihren Geburtstag gefeiert (gleich 2x, so gut geht es ihr) und ich hab das Gefühl eine gaaaaaaaanze Menge verpasst zu haben. Ich muss zugeben, dass es mich ganz schön geknickt hat, nicht dabei sein zu können. Ich hab mich aber sehr gefreut all die schönen Details zu hören! Ich hoffe ich verpass nicht mehr allzu viele Parties, bevor es zu meiner Welcome-Back-Party kommt. Andererseits ist es nur fair, dass ihr mich auch mal neidisch macht.
Ich bin diese Woche ziemlich aktiv gewesen. Den Sonntag, den ich tatsächlich zum Arbeiten genutzt hab, wollen wir da mal nicht so genau beleuchten, dafür aber ein paar andere Dinge. So war ich am Donnerstag z.B. im Theater. Ein interessantes und vor allem skurilles Stück, bei dem ein hölzernes Boot auf Rollen über die Bühne geschoben wurde (Sturm) und die Schauspieler (ausschließlich Frauen) sich mächtig angezickt haben. Die Presse hat das ganze mit Lost verglichen, wahrscheinlich weil sich am Ende raus stellte, dass alle bis auf ein kleines Mädchen eigentlich schon tot waren. Falls ihr jetzt verdutzt kuckt, macht euch nix draus. So ging es mir auch :-)
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Einen wahnsinnig tollen Ausflug hab ich am Samstag gemacht. Ich wurde eingeladen mit dem Auto an den Anawhata Beach zu fahren. Ganz an diesen an der Westküste gelegenen Strand kommt man nicht, deshalb gehörte ein etwa 20 minütiger Fußmarsch durch urwaldartige Trampelpfade zum Programm. Unten angekommen überwältigende Landschaft.
Der Strand ist links und rechts von Steilküste umrahmt und dank mittelprächtigem Wetter war das alles schaurig in leichten Nebel gehüllt. Es war trotzdem ziemlich warm und das beste an der Sache: Wir hatten quasi den ganzen Strand für uns! Ich bin so begeistert, dass ihr mich wahrscheinlich schon verflucht, sorry dafür. Schaut euch einfach ein paar Bilder an und ihr seht, was ich meine. Haben dort den ganzen Nachmittag mit Frisbee spielen verbracht und tatsächlich bin ich auch Schwimmen im Meer gewesen. Hab erst gezögert, weil ich dachte, das ist bestimmt kalt, aber dann dachte ich auch "Du sitzt 30 Stunden im Flugzeug um dann nicht bei der ersten Gelegenheit im Meer zu schwimmen? Nee!" Die Überraschung war dann, dass das Wasser mehr als erträglich war. Nicht direkt warm, aber auch nicht wirklich kalt.
Witzig ist, dass der Strand ziemlich lange ziemlich flach verläuft, so dass man eigentlich nur knöcheltief im Wasser steht. Kommt dann aber eine Welle schwimmt man darin eine ganze Weile. Strömt das Wasser dann wieder zurück zieht es ordentlich an den Beinen und ich kann mir vorstellen, dass man darin nicht mehr gegen die Strömung schwimmen könnte, wenn man keinen Boden unter den Füßen hat. Aber da alles flach war, war es einfach nur spaßig! Jetzt nerv ich auch nicht weiter, sondern hol endlich die Wäsche aus meinem Wäschewender (Trockner ohne Trocknung). Gute Nacht!
Ich bin diese Woche ziemlich aktiv gewesen. Den Sonntag, den ich tatsächlich zum Arbeiten genutzt hab, wollen wir da mal nicht so genau beleuchten, dafür aber ein paar andere Dinge. So war ich am Donnerstag z.B. im Theater. Ein interessantes und vor allem skurilles Stück, bei dem ein hölzernes Boot auf Rollen über die Bühne geschoben wurde (Sturm) und die Schauspieler (ausschließlich Frauen) sich mächtig angezickt haben. Die Presse hat das ganze mit Lost verglichen, wahrscheinlich weil sich am Ende raus stellte, dass alle bis auf ein kleines Mädchen eigentlich schon tot waren. Falls ihr jetzt verdutzt kuckt, macht euch nix draus. So ging es mir auch :-)
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Einen wahnsinnig tollen Ausflug hab ich am Samstag gemacht. Ich wurde eingeladen mit dem Auto an den Anawhata Beach zu fahren. Ganz an diesen an der Westküste gelegenen Strand kommt man nicht, deshalb gehörte ein etwa 20 minütiger Fußmarsch durch urwaldartige Trampelpfade zum Programm. Unten angekommen überwältigende Landschaft.
Donnerstag, 18. November 2010
Birthday!
Die Tage vergehen weiterhin wie im Flug. Heute war jedoch ein ganz besonderer Tag, naemlich der Geburtstag von Susanna. Nochmal HAPPY BIRTHDAY an dieser Stelle. Ist immer ein bisschen komisch, wenn die Leute hier schon 12 Stunden frueher Geburtstag haben, als sie selber denken. Gratuliert man dann schon oder nicht? Ich fand's jedenfalls schoen live zu den Familienfeierlichkeiten zugeschaltet zu werden, denn auch wenn ich das leckere Essen nicht geniessen konnte, so durfte ich wenigstens alle mal wieder sehen. Mal sehen, vielleicht gelingt das ja auch am Samstag. Eines der Geburtstagsgeschenke, dass meine Suesse bekommen hat, war das Buch "Eat, Pray, Love". Witziger Zufall, da ich den Film am Dienstag (auch hier Super-Kino-Dienstag) gesehen hab und auch ganz nett fand. Heute steht auf meinem Kulturprogramm ein Besuch im Theater, bin gespannt.
Unterdessen arbeite ich fleissig weiter. Anfang der Woche war hier eine Konferenz, die ich besuchen durfte. Das Superbugs-Symposium, wo man viele teils recht interessante Vortraege ueber die Forschung an den gemeinsten und weit verbreitesten Krankheitserregern der Welt hoeren konnte. Ausserdem gab es super Essen! - Hoffentlich ohne Superbugs, aber noch geht's mir gut! Gestern ist mein Betreuer nach sechs Wochen Abwesenheit wieder zurueck gekommen. Er muss sich jetzt natuerlich erstmal wieder einfinden und wahrscheinlich 10^6 E-Mails durchgehen. Ich hab ihm jedoch schon berichtet, dass ich ein bisschen haeng und wir das mal durchsprechen sollten. Bis dahin mach ich mit dem weiter, woran ich gerade dran bin. Meine Fehler von letzter Woche hab ich schon fast ausgebuegelt. Dabei springt jetzt ab und zu auch ein Bildchen fuer euch raus. Heute im Angebot, das Chromatogramm meines eigenen Laborexperiments :-) Weitere folgen...
Sonntag, 14. November 2010
Harbour!
Wieder mal neigt sich ein Wochenende dem Ende zu und ich bin ein bisschen traurig, dass ich trotz dem schönen Wetter nicht mehr Zeit draußen verbracht habe. Die paar Minuten, die ich jedoch draußen war gab es tolle Fotos. So bin ich auf dem Weg zum Einkaufen am Samstag den Hafen entlang geschlendert und hab nach der Soren Larsen gesucht, die dieses Wochenende ja vor Anker liegen sollte. Sie ist wohl schon wieder weg :-(
Zum Frustabbau gab es dann ein Lemon-Cheesecake-Eis in einer wahnsinnig guten und wahnsinnig teuren Eisdiele am Fährterminal (5$ für eine Kugel). Dann ging's weiter zum Countdown, denn ein Einkauf war längst mal wieder überfällig und ich hab gleich den halben Laden leer gekauft (zumindest das, was die andern Deutschen mir an einem Samstag Nachmittag übrig gelassen haben). Als Schwabe bin ich wirklich ein leichtes Opfer der lokalen Verkaufspolitik.

Hier verkauft man gerne alles als Multibuy, d.h. man bekommt viel Rabatt wenn man gleich 2 oder 3 mal das selbe im Einkaufswagen hat. Ich hab also 2x Wurst, 2x Kellogs, 2x Deo, 2x Lachs und vieles weitere eingekauft. Aber wie SWR3 ja sagt: Wenn du nie was billiges kaufst, kannst du ja nie was sparen! Ulkigerweise laufen hier die Weihnachtsvorbereitungen schon auf Hochtouren. Schaufenster wurden verhangen, damit man nicht sieht, was da kommt. Weihnachtsmänner werden an Häuserfassaden geschraubt und sogar der Skytower wird jetzt von einem gemalten Tannenbaum geziert.
Püntklich dazu stieg das Thermometer erstmals fühlbar über 20°C, so dass ich den Sonntag einen Ausflug in meinen Lieblingspark gemacht habe. Ist jetzt soweit, dass man es auch trotz Wind gut aushalten kann. Nur mit Sonnenbrand muss ich vorsichtig sein, obwohl die Leute sagen, dass mein Teint schon kräftig zugelegt hat, seit ich hier als weißes Gespenst angekommen bin.
Zum Frustabbau gab es dann ein Lemon-Cheesecake-Eis in einer wahnsinnig guten und wahnsinnig teuren Eisdiele am Fährterminal (5$ für eine Kugel). Dann ging's weiter zum Countdown, denn ein Einkauf war längst mal wieder überfällig und ich hab gleich den halben Laden leer gekauft (zumindest das, was die andern Deutschen mir an einem Samstag Nachmittag übrig gelassen haben). Als Schwabe bin ich wirklich ein leichtes Opfer der lokalen Verkaufspolitik.
Hier verkauft man gerne alles als Multibuy, d.h. man bekommt viel Rabatt wenn man gleich 2 oder 3 mal das selbe im Einkaufswagen hat. Ich hab also 2x Wurst, 2x Kellogs, 2x Deo, 2x Lachs und vieles weitere eingekauft. Aber wie SWR3 ja sagt: Wenn du nie was billiges kaufst, kannst du ja nie was sparen! Ulkigerweise laufen hier die Weihnachtsvorbereitungen schon auf Hochtouren. Schaufenster wurden verhangen, damit man nicht sieht, was da kommt. Weihnachtsmänner werden an Häuserfassaden geschraubt und sogar der Skytower wird jetzt von einem gemalten Tannenbaum geziert.
Püntklich dazu stieg das Thermometer erstmals fühlbar über 20°C, so dass ich den Sonntag einen Ausflug in meinen Lieblingspark gemacht habe. Ist jetzt soweit, dass man es auch trotz Wind gut aushalten kann. Nur mit Sonnenbrand muss ich vorsichtig sein, obwohl die Leute sagen, dass mein Teint schon kräftig zugelegt hat, seit ich hier als weißes Gespenst angekommen bin.
Samstag, 13. November 2010
1885!
Wenn man sich in Auckland erstmal ein bisschen auskennt, stellt man fest, dass es hier unzählig viele schöne Bars, Cafés, Restaurants und andere Dinge gibt. Der Trick ist: Die schönsten Plätze sind fast nie diejenigen, die man beim Schlendern durch die Straßen findet. Die guten Plätze sind versteckt, sehen von außen oft schäbig aus und entfalten ihren Charme erst von innen oder werden überhaupt erst nur in Kellern, Dachgeschossen oder hinter verwinkelten Gassen entdeckt. Eine solche Bar ist das 1885 (Foto), in dem die Atmosphäre ideal ist um nach einem langen und anstrengenden Arbeitstag bei gemächlicher Live-Jazz-Musik auszuspannen. Man findet mich aber auch bei der Facebook-Paparazzi-Pizzeria oder im Don (Japanisch), nicht nur da es dort 30% Rabatt auf alles gibt (immer noch Schwabe), wenn man nach 21 Uhr auftaucht, sondern weil es auch sehr gemütlich ist. Anfang dieser Woche hab ich mal wieder was Neues ausprobiert. Es gibt in der Queen St. einen waschechten Comedyclub, bei dem Studenten ziemlich günstig reinkommen. $6 für einen netten Abend bei dem sich 10 professionelle Komiker und Anfänger bemühen einen zu unterhalten. Schön war, dass ich das allermeiste trotz teils schwieriger Akzente verstanden hab. Nur beim Lokalhumor und bei Referenzen zum Fernsehen musste ich passen. Trotzdem gut möglich, dass ich da öfters hingeh, um den britischen Humor genauer zu studieren.
Die Arbeit ging diese Woche erstaunlich gut voran, auch wenn ich Freitag einen Rückschlag erlitten habe, bei dem mir bei der Vorstellung meiner Ergebnisse offenbar wurde, dass die Ausgangsdaten so nicht verwendbar sind. Aber gut, langsam hab ich ein Händchen dafür und eigentlich ist es gut, dass mich das geärgert hat. Ich hab sogar schon mit dem Gedanken gespielt am Wochenende zur Uni zu fahren, um es dieses mal richtig zu machen. Aber naja wir wollen mal nicht übertreiben, hab noch ein paar andere Punkte auf meiner Agenda. Einkaufen wäre z.B. seit etwa einer Woche überfällig. Nur gut, dass es hier kleine Läden an jeder Ecke gibt, aber ein paar Dinge gibt es eben nur im richtigen Supermarkt und der ist auch Welten billiger. Also auf geht's, bevor ich den Samstag hier vertrödel.
Die Arbeit ging diese Woche erstaunlich gut voran, auch wenn ich Freitag einen Rückschlag erlitten habe, bei dem mir bei der Vorstellung meiner Ergebnisse offenbar wurde, dass die Ausgangsdaten so nicht verwendbar sind. Aber gut, langsam hab ich ein Händchen dafür und eigentlich ist es gut, dass mich das geärgert hat. Ich hab sogar schon mit dem Gedanken gespielt am Wochenende zur Uni zu fahren, um es dieses mal richtig zu machen. Aber naja wir wollen mal nicht übertreiben, hab noch ein paar andere Punkte auf meiner Agenda. Einkaufen wäre z.B. seit etwa einer Woche überfällig. Nur gut, dass es hier kleine Läden an jeder Ecke gibt, aber ein paar Dinge gibt es eben nur im richtigen Supermarkt und der ist auch Welten billiger. Also auf geht's, bevor ich den Samstag hier vertrödel.
Dienstag, 9. November 2010
Kleine Fortschritte!
Die Arbeit macht wieder kleine Fortschritte. Oder aber ich hab gelernt mich auch ueber kleine Dinge zu Freuen. Gestern gab es hilfreiche Erklaerungen zu vorhandenen Daten, denen ich bislang planlos gegenueber stand und Morgen hol ich die neuen Daten ab, die ich selbst im Labor erzeugt habe. Heute hat ein Servicetechniker mir 20 Sekunden nach E-Mailanfrage Statistiksoftware (Matlab) geliefert. Das nenn ich mal fix! Und ich hab endlich meine Selbstbeschreibung geschrieben, die es demnaechst auf der neuen Webseite von Silas' Arbeitsgruppe zu lesen gibt. Geb euch dann den Link. Ausserdem hab ich heut ein paar Dinge kapiert, an denen ich ne Weile geknabbert hab. Und letztlich hab ich eine ganze Sammlung von Programmen zum Laufen bekommen. Damit kann ich jetzt konfuse Bilder erzeugen, wie ihr seht. Wir lassen jetzt grosszuegig ausser acht, dass da noch ein Stapel unverstandener Dinge auf meinem Schreibtisch liegt und das Bild erstmal niemandem weiter hilft. Tief durchatmen, Schritt fuer Schritt und am besten erstmal was Essen gehen. Die Woche hat ja gerade erst richtig angefangen!:-)
Sonntag, 7. November 2010
House Warming BBQ!
Wie ich hier schreibe, ist es Sonntag Nachmittag und ich hab einen sehr faulen Tag hinter mich gebracht. Nicht mal zum Einkaufen konnte ich mich motivieren. Aber ich seh's positiv. Morgen fängt eine neue Woche an und ich kehre voller Motivation an meine Arbeit zurück. Auf dem Plan steht so z.B. ein Treffen mit Katie, welche für die Daten, die ich bekommen habe, verantwortlich ist. Sie bringt hoffentlich ein bisschen Licht in das Dunkel der Exceldateien. Jetzt gilt es erstmal letzte Nahrungsmittelreserven zu mobilisieren. Ich vermute das läuft mal wieder auf Nudeln und Tomatensauce hinaus. Bon appetit à moi!
Samstag, 6. November 2010
Guy Fawkes!
Gestern war hier Guy Fawkes oder auch Bonfire Night! Für diejenigen unter euch, die davon noch nie gehört haben: http://de.wikipedia.org/wiki/Guy_Fawkes
Die Geschichte in aller Kürze: Am 05.11.1605 hat der englische Offizier Guy Fawkes ein Attentat auf den englischen König versucht, da dieser Katholiken verfolgen lies und Guy Fawkes selbst zum Katholizismus konvertiert war. Sein Plan war es 36 Fässer Schießpulver unter dem Parlament zur Explosion zu bringen (deswegen auch Gunpoweder-Plot). Er ist damals gescheitert und damit jedoch in die Geschichte eingegangen, als der einzige Mann, der jemals mit ehrlichen Absichten ins Parlament ging. Gefeiert wird sein Versagen vor allem in Großbritannien jährlich mit großem Feuerwerk und dem Verbrennen von Guy Fawkes-Puppen. In Neuseeland gibt es dann ähnlich wie in Deutschland vor Silvester für wenige Tage Feuerwerk zu kaufen. Jedoch sind die Kiwis nicht so zündelbegeistert, wie die Deutschen. Zum einen hat man wegen der Verletzungsgefahr Raketen verboten (also nur Bodenfeuerwerk) und zum andern ist die Menge recht mager. Ich hab das ganze auf einem Hügel im Viertel Blockhouse Bay verfolgen können, doch außer einem Plop ab und zu gab es nicht viel zu sehen. Deshalb zeigt man bei uns im Fernsehen wohl auch Sydney und nicht Auckland in der Silvesternacht :-)
Die Geschichte in aller Kürze: Am 05.11.1605 hat der englische Offizier Guy Fawkes ein Attentat auf den englischen König versucht, da dieser Katholiken verfolgen lies und Guy Fawkes selbst zum Katholizismus konvertiert war. Sein Plan war es 36 Fässer Schießpulver unter dem Parlament zur Explosion zu bringen (deswegen auch Gunpoweder-Plot). Er ist damals gescheitert und damit jedoch in die Geschichte eingegangen, als der einzige Mann, der jemals mit ehrlichen Absichten ins Parlament ging. Gefeiert wird sein Versagen vor allem in Großbritannien jährlich mit großem Feuerwerk und dem Verbrennen von Guy Fawkes-Puppen. In Neuseeland gibt es dann ähnlich wie in Deutschland vor Silvester für wenige Tage Feuerwerk zu kaufen. Jedoch sind die Kiwis nicht so zündelbegeistert, wie die Deutschen. Zum einen hat man wegen der Verletzungsgefahr Raketen verboten (also nur Bodenfeuerwerk) und zum andern ist die Menge recht mager. Ich hab das ganze auf einem Hügel im Viertel Blockhouse Bay verfolgen können, doch außer einem Plop ab und zu gab es nicht viel zu sehen. Deshalb zeigt man bei uns im Fernsehen wohl auch Sydney und nicht Auckland in der Silvesternacht :-)
Remember, remember the fifth of November
Gunpowder, treason and plot.
I see no reason why the gunpowder treason
Should ever be forgot.
Mittwoch, 3. November 2010
Dia de Muertos!
Liebe Leute, ich muss leider sagen die Arbeit geht gerade schleppend voran. Doch nicht wie ihr vielleicht denkt, weil ich die ganze Zeit feier (wer wünscht sich denn bitteschön einen Blog, der jeden Tag anfängt mit
"Heute habe ich acht Stunden gearbeitet..." ;-). Viel mehr liegt das an anderen Gründen. So ist z.B. die Laborarbeit sehr schleppend voran gegangen. Dazu kommt, dass sich meine Vorstellungen mit den gegebenen Daten ganz und gar nicht so umsetzen lassen, wie gedacht. Jetzt war ja aber auch klar, dass meine Arbeit hier nicht nach Rezept laufen würde, sondern dass ich selbst kreativ sein muss, um letztendlich ein wirkliches Thema und möglicherweise etwas wirklich Neues zu finden. Ihr könnt euch aber auch vorstellen, dass einem tolle Ideen nicht von heut auf Morgen einfallen.
Also grübel ich gerade viel nach und denk mir viele Sachen aus, die ich dann wieder verwerfe, weil sie mir nicht machbar erscheinen. Dass mein Betreuer die letzten fünf Wochen weg war, macht das natürlich nicht viel leichter, aber ich denk die Phase wird vorbei gehen. Nächste Woche kommt er nämlich (hoffentlich) wieder und noch sind mir die eigenen Ideen nicht ganz ausgegangen. Ich bin also ein bisschen geknickt, aber hoffnungsvoll.
Und wenn ich nach einem frustigen Arbeitstag genug habe, dann habe ich verschiedene Dinge, die mich wieder aufheitern. Dazu gehören nette Kommentare unter meinen Blogeinträgen, doch vor allem meine liebevolle Freundin, die sich morgens fünf Minuten nach dem Aufwachen schon meine Sorgen anhört und keine Sekunde zweifelt, dass ich die Welt verändern werde. Ich bin auch erstmal mit einem guten Ansatz zur Datenanalyse zufrieden, aber vielen lieben Dank für den Vertrauensvorschuss und vor allem dafür, dass du mich die ganze Zeit über so selbstlos unterstützt. Du bist in vier Buchstaben T O L L.
Mir kommt auch sehr zu Gute, dass ich hier nie unter dem Schreibtisch versteckt habe und mit einer ordentlichen Portion Glück gleich die richtigen Leute getroffen habe, die mich bereitwillig in ihrer Mitte aufgenommen haben. Ich hab auch immer noch sehr viel Neugierde übrig, um alles neue, exotische kennen zu lernen. So war am Dienstag z.B. Dia de Muertos, der sogenannte Tag der Toten oder wie ich mir habe sagen lassen, Allerseelen im Deutschen. Die Mexikaner feiern diesen Tag auf ihre ganz eigene Weise. Sie trauern nicht, nein sie feiern diesen Tag, um die Verstorbenen Angehörigen in Ehren zu halten und um dankbar zu sein, für all jene, die am Leben sind. Ich mag den Gedanken diesen Tag bunt und fröhlich zu begehen sehr, auch wenn es mit den ganzen Totenköpfen die zur Dekoration dazu gehören wirklich skurril wirkt.
Um mitzumischen war ich mit Freunden im Mexican Cafe, in dem sonst öfters Live Musik gespielt wird. Zum Anlass gab es ein spezielles Gericht namens "Chicken Mole", was Hühnchen in einer Schokoladen-Bananen-Chilli-Soße ist. War exotisch und doch sehr lecker.
Morgen setz ich die kulinarische Reise dann mit echtem indischen Essen fort. Zitat: "Verträgst du scharf? - Einiges für einen Deutschen - Also nicht..."
"Heute habe ich acht Stunden gearbeitet..." ;-). Viel mehr liegt das an anderen Gründen. So ist z.B. die Laborarbeit sehr schleppend voran gegangen. Dazu kommt, dass sich meine Vorstellungen mit den gegebenen Daten ganz und gar nicht so umsetzen lassen, wie gedacht. Jetzt war ja aber auch klar, dass meine Arbeit hier nicht nach Rezept laufen würde, sondern dass ich selbst kreativ sein muss, um letztendlich ein wirkliches Thema und möglicherweise etwas wirklich Neues zu finden. Ihr könnt euch aber auch vorstellen, dass einem tolle Ideen nicht von heut auf Morgen einfallen.
Also grübel ich gerade viel nach und denk mir viele Sachen aus, die ich dann wieder verwerfe, weil sie mir nicht machbar erscheinen. Dass mein Betreuer die letzten fünf Wochen weg war, macht das natürlich nicht viel leichter, aber ich denk die Phase wird vorbei gehen. Nächste Woche kommt er nämlich (hoffentlich) wieder und noch sind mir die eigenen Ideen nicht ganz ausgegangen. Ich bin also ein bisschen geknickt, aber hoffnungsvoll.
Mir kommt auch sehr zu Gute, dass ich hier nie unter dem Schreibtisch versteckt habe und mit einer ordentlichen Portion Glück gleich die richtigen Leute getroffen habe, die mich bereitwillig in ihrer Mitte aufgenommen haben. Ich hab auch immer noch sehr viel Neugierde übrig, um alles neue, exotische kennen zu lernen. So war am Dienstag z.B. Dia de Muertos, der sogenannte Tag der Toten oder wie ich mir habe sagen lassen, Allerseelen im Deutschen. Die Mexikaner feiern diesen Tag auf ihre ganz eigene Weise. Sie trauern nicht, nein sie feiern diesen Tag, um die Verstorbenen Angehörigen in Ehren zu halten und um dankbar zu sein, für all jene, die am Leben sind. Ich mag den Gedanken diesen Tag bunt und fröhlich zu begehen sehr, auch wenn es mit den ganzen Totenköpfen die zur Dekoration dazu gehören wirklich skurril wirkt.
Um mitzumischen war ich mit Freunden im Mexican Cafe, in dem sonst öfters Live Musik gespielt wird. Zum Anlass gab es ein spezielles Gericht namens "Chicken Mole", was Hühnchen in einer Schokoladen-Bananen-Chilli-Soße ist. War exotisch und doch sehr lecker.
Morgen setz ich die kulinarische Reise dann mit echtem indischen Essen fort. Zitat: "Verträgst du scharf? - Einiges für einen Deutschen - Also nicht..."
Montag, 1. November 2010
Halloween und Spätzle!
Letztes Wochenende war Halloween (bzw. bei euch ist das im Moment sogar noch aktuell) und ich habe gerade rechtzeitig vorher ein amerikanisches Pärchen kennen gelernt. Wie wir wissen, feiern die Amerikaner Halloween standesgemäß und so bin ich Samstag Abend schnell noch in die Stadt getigert, um mich auch entsprechend verkleiden zu können. Das Ergebnis seht ihr ja :-) Was ich leider nicht bedacht habe, ist dass man durch diese Maske nur sehr wenig sieht und auch nix Flüssiges mehr zu sich nehmen kann.
Aber naja, zum Erschrecken von Passanten hat es sich allemal gelohnt. Im aktuellen Fotoalbum könnt ihr auch sehen, dass ich später noch ein Gesichtsgemälde in Form eines Frosches dazu bekommen habe. Auf der Party ging es auch sehr lustig zu, die Kreativität der verschiedenen Kostüme war überwältigend. Sollten wir in Deutschland auch machen, find ich viel besser als Karneval oder Fasching.
Am Sonntag ging es dann wieder ans Experimentieren. Es wurde allerhöchste Zeit den Spätzle-Shaker auszuprobieren, den ich von meiner Patentante zur Bekämpfung von Heimweh bekommen habe (Nochmal danke!).
Im Album könnt ihr sehen, wie das Schritt für Schritt funktioniert hat und ich muss sagen, dass das Ergebnis gar nicht so übel war. Mit ein bisschen Übung bekomm ich die sicher noch besser hin! Version 1 war ein bisschen zu glibbrig und brauchte mehr Salz, war aber trotzdem lecker! Auch an der Form muss ich noch üben, denn ich kann schon die Einwände eingefleischter SchWaben hören ("das sind doch keine Spätzle, das sind bestenfalls Knöpfle!").
Ich hab auch noch gar nicht von der Odysee erzählt, die man hinter sich bringen muss, um hier ein Konto zu eröffnen. Ich hab in der Tat drei Anläufe gebraucht. Beim ersten mal war es 30 Minuten vor Geschäftsschluss und man sagte mir, dass dieser Vorgang 40 Minuten beanspruchen würde und ich am nächsten Tag früher wiederkommen solle. Und um eins draufzusetzen sagte man mir, ich solle doch dann auch gleich zu einer anderen Filiale gehen. Als ich gefragt hab, was an der den besser wäre, lautete die offensichtliche Antwort: "Dort wird koreanisch gesprochen!". Seitdem bin ich hier auch als der "blonde Koreaner" bekannt ;-)
Am nächsten Tag (in einer anderen Filiale, aber nicht der koreanischen) hatte ich nicht viel mehr Glück, denn man machte mich darauf aufmerksam, dass ich einen Termin hätte vereinbaren müssen. Aber immerhin bekam ich noch einen für den selben Tag und da ging dann auch alles sehr schnell. Freundlich, kompetent und kostenlos, da Student. Super! Auch meine EFTPOS-Karte bekam ich gleich in die Hand gedrückt. Richtig gut: Man kann sich seine PIN selbst aussuchen. EFTPOS ist sowas wie bei uns EC, nur dass hier wirklich ALLES damit bezahlt wird. In der Bar, im Restaurant, sogar im Taxi und an mobilen Eisdielen. Cash ist out :-) und ganz ehrlich: Ist auch sehr praktisch, wenn man statt dem ganzen Geldbeutel nur EFTPOS und Reisepass mitnehmen muss.
So, das war´s erstmal für heute, ich wünsch euch einen schönen Feiertag, zumindest den Süddeutschen unter euch!
Aber naja, zum Erschrecken von Passanten hat es sich allemal gelohnt. Im aktuellen Fotoalbum könnt ihr auch sehen, dass ich später noch ein Gesichtsgemälde in Form eines Frosches dazu bekommen habe. Auf der Party ging es auch sehr lustig zu, die Kreativität der verschiedenen Kostüme war überwältigend. Sollten wir in Deutschland auch machen, find ich viel besser als Karneval oder Fasching.
Am Sonntag ging es dann wieder ans Experimentieren. Es wurde allerhöchste Zeit den Spätzle-Shaker auszuprobieren, den ich von meiner Patentante zur Bekämpfung von Heimweh bekommen habe (Nochmal danke!).
Im Album könnt ihr sehen, wie das Schritt für Schritt funktioniert hat und ich muss sagen, dass das Ergebnis gar nicht so übel war. Mit ein bisschen Übung bekomm ich die sicher noch besser hin! Version 1 war ein bisschen zu glibbrig und brauchte mehr Salz, war aber trotzdem lecker! Auch an der Form muss ich noch üben, denn ich kann schon die Einwände eingefleischter SchWaben hören ("das sind doch keine Spätzle, das sind bestenfalls Knöpfle!").
Ich hab auch noch gar nicht von der Odysee erzählt, die man hinter sich bringen muss, um hier ein Konto zu eröffnen. Ich hab in der Tat drei Anläufe gebraucht. Beim ersten mal war es 30 Minuten vor Geschäftsschluss und man sagte mir, dass dieser Vorgang 40 Minuten beanspruchen würde und ich am nächsten Tag früher wiederkommen solle. Und um eins draufzusetzen sagte man mir, ich solle doch dann auch gleich zu einer anderen Filiale gehen. Als ich gefragt hab, was an der den besser wäre, lautete die offensichtliche Antwort: "Dort wird koreanisch gesprochen!". Seitdem bin ich hier auch als der "blonde Koreaner" bekannt ;-)
Am nächsten Tag (in einer anderen Filiale, aber nicht der koreanischen) hatte ich nicht viel mehr Glück, denn man machte mich darauf aufmerksam, dass ich einen Termin hätte vereinbaren müssen. Aber immerhin bekam ich noch einen für den selben Tag und da ging dann auch alles sehr schnell. Freundlich, kompetent und kostenlos, da Student. Super! Auch meine EFTPOS-Karte bekam ich gleich in die Hand gedrückt. Richtig gut: Man kann sich seine PIN selbst aussuchen. EFTPOS ist sowas wie bei uns EC, nur dass hier wirklich ALLES damit bezahlt wird. In der Bar, im Restaurant, sogar im Taxi und an mobilen Eisdielen. Cash ist out :-) und ganz ehrlich: Ist auch sehr praktisch, wenn man statt dem ganzen Geldbeutel nur EFTPOS und Reisepass mitnehmen muss.
So, das war´s erstmal für heute, ich wünsch euch einen schönen Feiertag, zumindest den Süddeutschen unter euch!
Donnerstag, 28. Oktober 2010
Mikrowellen-Schokoladen-Kuchen!
McGyver wäre heute ziemlich stolz auf mich. Freitags für die Gruppenbesprechung der Biologen muss jeder mal einen Kuchen mitbringen. Morgen bin ich dran und ich dachte bevor ich einen von diesen super öden Supermarktkuchen kauf, mach ich selbst einen. Falls ihr jetzt denkt - moment, der Markus hat gar keinen Backofen: Dann eben in der Mikrowelle! Allen Zweiflern zum Trotz scheint mir das Experiment soweit geglückt zu sein! Ob das ganze dann essbar ist, zeigt sich aber erst Morgen :-D Und falls er scheußlich schmeckt, muss ich bestimmt nicht nochmal :-D :-D :-D
Dienstag, 26. Oktober 2010
Rotorua!
Am faszinierendsten ist jedoch das Haka, da die Maori ihre Augen dabei rausploppen lassen wie im Foto und zusaetzlich mit ihrer seeehr langen Zunge einschuechtern. Sollte man gesehen haben! Einziges Problem: Lachen verboten. Wahrscheinlich haette das auch jemand den ersten Englaendern sagen sollen, die danach dran glauben mussten. Ausser der Maoriauffuehrung war das ganze auch landschaftlich sehr interessant. Ueberall findet man kleine Wasserloecher in denen das Wasser vor sich hinkocht. Ausserdem gibt es eine Menge Dampf. Bin gespannt wieviel Loecher mein Hemd nach dem Waschen aufweisen wird. Ihr habt uebrigens Glueck, dass ihr das nicht riechen muesst, wenn ihr das Album durchblaettert :-D
Abends wollten wir noch das "Burried Village", also das begrabene Dorf ansehen. Dieses wurde beim letzten lokalen Vulkanausbruch 1886 verschuettet und vor ein paar Jahren fuer die Touristen wieder ausgegraben. Leider schliessen die schon 4.30 pm. Nur als Info an meine Eltern.
Wir haben den Abend gemuetlich beim Essen ausklingen lassen. In einem sehr guten Restaurant hatte ich mein erstes richtig gutes Lamm und dazu gab es die beruehmten Suesskartoffeln - Kumara genannt. Hat Hammer lecker geschmeckt. Und endlich hab ich was zu Essen gefunden, was es in Europa nicht gibt oder taeusch ich mich da?
Am naechsten Tag gab es dann noch den Lake Rotorua, den zweit groessten See Neuseelands zu sehen. Hier ist die Luft zum Glueck besser. Faszinierend war die massive Ansammlung schwarzer Schwaene, es gibt hier wohl keine weissen.
Als letzten Punkt der Reise hatten wir noch das beruehmte Polynesian Spa, ein Thermalbad an einem blubbernden Teil des Lake Rotorua. Die Wassertemperatur reicht hier von 38 - 42 Grad. Das wird der Susanna gefallen! Es waere wohl besser gewesen, wenn das Wetter hier etwas kaelter gewesen waer, denn meinen Kreislauf hat das ganze etwas runtergefahren. Aber eine Schweizer Burger von Burger King hat mich wieder auf Vordermann gebracht. Ich wuesste nur zu gern, was den Burger zu einem Schweizer Burger gemacht hat. Er war nicht einmal neutral, sondern hatte eine eindeutige Tendenz zu lecker. Der spannendste Teil war die Rueckfahrt, denn ich sass am Steuer! Linksverkehr fuehlt sich soooo falsch an, aber noch schlimmer ist das Schalten mit der linken Hand (und das sag ich als Linkshaender!). Wenn ihr euch fragt wieso, putzt mal eure Zaehne mit der falschen Hand. Ist das selbe Gefuehl! Nichtsdesto trotz bin ich stolz, dass ich immer auf der richtigen Seite gefahren bin (meistens sogar zu weit links, was die Fahrbahnbegrenzung mit lauten Geraeuschen kommentiert). Die Polizei, die an diesem Tag sehr praesent war, hat mich jedenfalls fuer akzeptabel erachtet. Wenn ich jetzt noch das Blinkersystem im zweispurigen Kreisverkehr kapier, dann wird alles gut!
Samstag, 23. Oktober 2010
Von GABA bis Yum Cha!
Neben der Arbeit finde ich zum Glück auch viel Zeit für die schönen Dinge des Lebens. Am Mittwoch war ich im Maidment Theater, einem Theater direkt hier auf dem Campus. Zu sehen gab es eine akrobatisch-künstlerische Interpretation von Tango. Am Anfang echt toll, stellt euch dazu Matrix mit Tangomusik vor. Leider wurde das ganze ein wenig repetitiv, hat mir aber dennoch gut gefallen.
Donnerstag wurde ich spontan eingeladen auf eine Geburtstagsfeier mitzukommen. War ein super lustiger Abend in einem sehr netten italienischen Restaurant. Die Kellner sind zum guten Teil authentische Importware aus bella Italia. Das Highlight hier ist jedoch was den weiblichen Besuchern blüht, wenn sie Geburtstag haben. Die etwa ein dutzend Kellner bringen dem Geburtstagskind ein Stück Kuchen. Dazu gibt es muskulöse Oberkörper, da die Oberteile vorher abgelegt werden. Schließlich gibt es von jedem Kellner noch einen Kuss auf die Backe. Unser Geburtstagskind hatte den Rest des Abends glühende Ohren :-) Auf dem Foto hierzu könnt Ihr Keith (Original Kiwi - selten) sehen, der mit mir im selben Büro arbeitet. Den Abend haben wir beim Japaner ausklingen lassen, bei dem ich erstmals Sake probieren durfte. Nicht schlecht!
Freitags gibt es hier ja das traditionelle Feierabendbier (Beer o'clock), was ich mir auch diese Woche nicht habe entgehen lassen. Dieses mal kam ich auch wieder ganz schön rum. Erst bei den Physikern, dann bei den Biologen und mit den wirklich Feierwilligen dann noch beim zuvor genannten Japaner. Wir hatten eine ganze Menge zu lachen, wie man auch auf den Bildern hierzu auch sehen kann :-)
Die Haupterkenntis dieses Abends lag für mich darin, dass der Mindestpreis von Wein bei 7,50NZ$ pro Glas liegt. Kauft man Wein im Wert 7,50NZ$ erhält man trinkbaren Alkohol. Bezahlt man 9 NZ$ aufwärts wird es Wein. Kauft man jedoch billigeren, so ist zu beachten, dass das Etikett dann als "Weißweinessig" zu lesen ist. Leider hab ich das ein Glas zu spät gelernt.
Bei Auckland handelt es sich ja um einen wahren Schmelztiegel verschiedener Kulturen. Also eine einmalige Gelegenheit verschiedene Küchen dieser Welt zu erforschen. Mein Ziel: Ich will alles probieren! Heute hab ich mich deshalb von Anna (Taiwanesin) in die Kunst des Yum Cha Essen einführen lassen. Yum Cha bedeutet wörtlich "Tee trinken", in Wirklichkeit handelt es sich aber viel mehr um eine Art "Sitzbuffet", das traditionell mittags statt findet. Das ganze läuft so ab, dass Kellner mit verschiedenen kleinen Gerichten und Getränken von Tisch zu Tisch gehen und das ganze feil bieten. Entscheidet man sich für etwas wird das dann auf einem Zettel notiert, also leider kein All-You-Can-Eat. Aber darüber hinaus war das eine interessante kulinarische Erfahrung. Ich weiß leider nicht, was ich da alles gegessen hab, aber das allermeiste war sehr lecker. Man beachte: Es ist erlaubt seinem Essen beim Spielen zuzukucken (unteres Bild).
Ich hab sogar komische Innereien probiert, die mir aber leider gar nicht geschmeckt haben. Die Atmosphäre war sehr nett, wobei ich am Anfang mehr als überfordert war und ohne Hilfe an der Auswahl sicher gescheitert wäre :-) Woran ich mich noch gut erinnern kann ist, dass die Chinesen die Maultaschen vielleicht schon vor den Schwaben erfunden haben. Zumindest haben die etwas sehr sehr ähnliches :-) Hätten die noch Kartoffelsalat gehabt, könnten die ernsthaft schwäbisches Heimweh kurieren.
Am Montag ist hier in Neuseeland Labour-Day und damit nationaler Feiertag. Ich genieße im Moment also ein langes Wochenende und nachdem ich mir eigentlich schon genug angefuttert habe, um das auch ohne weiter Nahrungszufuhr zu überstehen, hab ich nicht vor daheim zu bleiben. Silas hat mir angeboten mir Rotorua zu zeigen. Dabei handelt es sich um eine sehr berühmte Vulkanregion auf der Nordinsel, etwa 3 Autostunden von Auckland entfernt. Mit ein bisschen Glück darf ich dort in heißen Quellen baden und schon mal vortesten, denn ich kann mir vorstellen, dass das bei Susanna auf der Zielwunschliste an Position Nr. 1 steht. Übernachtungen sind außerhalb der Saison verflucht billig, so dass ich dort für umgerechnet nicht mal 20€ übernachte und erst Montag Abend zurückkomme. Bis dahin wünsch ich euch ein schönes Wochenende und besseres Wetter!
Dienstag, 19. Oktober 2010
Massey University!
Eigentlich bin ich ja an der University of Auckland, doch heute hatte ich Gelegenheit eine andere Uni aus der Nähe anzuschauen. Die Massey University ist eine der bekannteren Universitäten hier im Land. Sie ist ein bisschen verteilt und hat mehrere Standorte, einer davon nördlich von Auckland nahe Albany. Zu der Uni lässt sich sagen, dass man diese als solche nicht erkennen würde. Der ganze Campus hat architektonisch mit einem Erholungszentrum mehr gemein, als mit dem, was man sich unter einer Uni sonst vorstellt.
In Albany haben unter anderem die Naturwissenschaftler ihren Sitz, die heute Gestgeber der "Northern Conference of Computational Biology" waren, an der ich auch teilnehmen durfte. Sagen wir die Bezeichnung Konferenz schien mir reichlich übertrieben, aber es waren einige Menschen versammelt, die die Bioinformatik in der einen oder anderen Form nutzen und es gab ein paar wirklich interessante Vorträge. Der Interessanteste lässt sich so zusammen fassen: "Wissenschaftler werden gezwungen immer mehr zu veröffentlichen. Dadurch gibt es heute so viele Veröffentlichungen wie noch nie zuvor! Dummerweise kann keiner mehr all diese Artikel lesen. Warum? Keine Zeit, sind ja alle mit schreiben beschäftigt." Treffender könnte man den Irrsinn gegenwärtiger Forschung kaum zusammenfassen. Leider wurden keine wirklichen Lösungen präsentiert, aber das Problem beim Namen nennen ist ja der erste Schritt.
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In Albany haben unter anderem die Naturwissenschaftler ihren Sitz, die heute Gestgeber der "Northern Conference of Computational Biology" waren, an der ich auch teilnehmen durfte. Sagen wir die Bezeichnung Konferenz schien mir reichlich übertrieben, aber es waren einige Menschen versammelt, die die Bioinformatik in der einen oder anderen Form nutzen und es gab ein paar wirklich interessante Vorträge. Der Interessanteste lässt sich so zusammen fassen: "Wissenschaftler werden gezwungen immer mehr zu veröffentlichen. Dadurch gibt es heute so viele Veröffentlichungen wie noch nie zuvor! Dummerweise kann keiner mehr all diese Artikel lesen. Warum? Keine Zeit, sind ja alle mit schreiben beschäftigt." Treffender könnte man den Irrsinn gegenwärtiger Forschung kaum zusammenfassen. Leider wurden keine wirklichen Lösungen präsentiert, aber das Problem beim Namen nennen ist ja der erste Schritt.
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Schockierend wieder mal der hohe Anteil Deutscher. Würde hier nicht die britische Flagge wehen, so könnte Neuseeland auch fast schon unser 17. Bundesland sein. Mit dem Zuordnen von Akzenten bin ich ja nicht so gut, aber den des letzten Sprechers konnte ich auch im Englischen zweifelsfrei zuordnen. Nachfragen ergab tatsächlich, dass Prof. Peter Schwerdtfeger geborener Suttgarter ist :-) Vielleicht sollte ich zum Englisch lernen nächstes mal auf den Mond gehen. Wobei dort wahrscheinlich bald Chinesisch gesprochen wird. Verdammt.
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