Ankunft in...

Markus' Rückkehr

Dienstag, 30. November 2010

Scribbles und andere Dinge!

Die letzte Woche ging es in der Physik ziemlich hektisch zu. Ein Umzug stand seit geraumer Zeit an und alle bereiteten sich darauf mit zunehmendem Eifer vor. Wir mussten in ein Uebergangsgebaeude ziehen, da das eigentliche Physikgebaeude eine Grundrenovierung durchlaeuft. Je naeher der Umzugstermin rueckte, desto schlechter konnte man arbeiten. Insbesondere war das fuer mich der Fall, da mein Buero zur Buechersammelstelle umfunktioniert wurde. Am letzten Freitag hiess es dann "Arbeit einstellen" und sich am Scribbles and Drinks Event beteiligen. Scribbles sind Kritzeleien und die Idee war, dass man den Waenden ja noch eine persoenliche Note geben kann, bevor sie schliesslich eingerissen werden. Esteban, der auch schon den Homer Simpson im Sand kreiert hat, war hier natuerlich sofort dabei.
Am Wochenende durfte ich mich dann neben Homeofficetaetigkeiten fuer meine daenischen Freunde von den Strapazen erholen. Ich hatte am Samstag Gelegenheit mal ein BBQ zu besuchen. Das fragliche Haus beinhaltet mehr als ein Dutzend Menschen und wurde zu etwa 50% von Deutschen bewohnt, so dass es die meistgesprochene Sprache des Abends war. Auch mal wieder ganz nett. Eine der Mitbewohnerinnen hatte sich die geografische Form Neuseelands gerade an diesem Tag auf den Fuss taetowieren lassen und ich muss sagen, das sah gar nicht mal schlecht aus. Aber keine Angst, soweit bin ich noch nicht :-) Anlass der Feier war die Verabschiedung von Linda und Christoph (stammen aus Berlin), die nach einem jetzt statt findenden Abschlusstrip durch Neuseeland im Januar wieder nach Deutschland fliegen. Farewell!

Die Laborgruppe um Silas waechst unterdessen immer weiter an. Neuester Zuwachs ist Sergej, der mit mir boese ist, weil ich Belarus nicht kenne. Ich bin nach wie vor der Meinung, hieran unschuldig zu sein, da ich niemals einen anderen Namen dafuer als Weissrussland gehoert habe. Sergej hat uns jedenfalls Einblicke in die Kueche seiner Heimat gegeben und uns dafuer eine Mischung aus Kartoffelpuffer und Pfannkuchen zubereitet. War ein sehr netter Abend in Silas Haus, bei dem ich jedoch von oben bis unten von Moskitos durchstochen wurde. Ich bin bestimmt 1kg leichter und geh so schnell sicher nicht mehr zur Blutspende. Noch mehr als die Moskitos mag mich jedoch nach wievor Silas' hyperaktive Huendin Gogo, die vor Aufregung ueber all die vielen Besucher fast explodiert ist. Tatsaechlich explodiert ist der Korken einer Flasche Sekt, dessen kompletter (!) Inhalt sich daraufhin als Fontaene im Wohnzimmer verteilt hat. So schnell hab ich noch nie eine Flasche leer gehen sehen, also das war 1A geschuettelt.

Meine Arbeit bekommt unterdessen wieder etwas Fahrtwind, angefangen mit meinem neuen Buero, das ich am Montag bezogen habe. Es ist schoen hell und ich muss es nur mit einer anderen Person teilen. Das heisst dann weniger Ablenkung und weniger Muedigkeit (mehr Licht und kuerzere Laufwege zum Kaffee). Ausserdem hab ich aus verschiedenen Richtungen neuen gedanklichen Input fuer meine Arbeit bekommen. Nachdem ich schon wieder ein wenig am Verzweifeln war, bin ich im Moment also optimistisch, dass ich damit vorankomme. Was leider nicht geklappt hat war meine Teilnahme an einer Mikrobiologie-Konferenz, die heute in Auckland beginnt und die ganze Woche dauert. Das waer fuer mich sehr interessant gewesen, jedoch hab ich leider keinen Sponsor gefunden und 360NZ$ aus der eigenen Tasche war mir dann doch zu viel. Auf der positiven Seite hab ich dann wieder mehr Zeit fuer die Arbeit und im Hinblick darauf, dass mir vier Weihnachtsfeiern bevorstehen ist die sicher auch noetig... :-) Weihnachtsstimmung kommt hier jedoch bei weit ueber 20 Grad nicht so leicht auf (trotz Santa-Parade), so dass ich euch fast ein bisschen um den Schnee beneide, den ihr gerade habt. War ja klar, dass es das einzige weisse Weihnachten im Jahrzehnt gibt, wenn ich fort bin. Aber ich beschwer mich sicher nicht, dafuer ist das Wetter hier dann doch zu schoen :-P

2 Kommentare:

  1. Soso...Deine neue KollegIN ist wohl nicht näher erwähnenswert? Da bin ich aber froh. ;-)

    AntwortenLöschen
  2. Eine nette Dame namens Chandra, deren Kinder aus dem Haus sind und die deshalb beschlossen hat noch ihren Doktor zu machen. Keine Gefahr :-)

    AntwortenLöschen