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Markus' Rückkehr

Freitag, 4. Februar 2011

Reisebericht Teil V

Damit es hier auch mal wieder vorangeht noch ein weiteres Kapitel Reisebericht. Wie sich mancher vielleicht erinnert, waren wir schon auf der Suedinsel angekommen und hatten auch unsere erste Nacht ueberstanden. Wir sind mittlerweile am 30.12. angekommen und auf dem Programm steht ein Ausflug in den Abel Tasman Nationalpark, bevor wir noch eine Nacht in Nelson verbringen. Der Abel Tasman Nationalpark ist nach dem Hollaender Abel Tasman benannt, der als erster Europaer auf einer Expedition Neuseeland entdeckt hat. Hollaendische Kartographen nannten die neuentdeckten Inseln daraufhin Nova Zeelandia nach der hollaendischen Region Zeeland. 


Im Abel Tasman Nationalpark hatten wir bereits unser Touristenprogramm im Voraus gebucht. So sind Susanna und ich auf eine dreiteilige Tour gegangen, die mit einer kleinen Kayaktour anfing. Danach ging es auf ein Boot, welches uns im Park aussetzte und an anderer Stelle etwas spaeter wieder aufsammelte. Alles in allem war das sehr schoen! Meine Eltern hatten nicht so viel Glueck mit ihrer gebuchten Bootstour. Beim Buchen klang es noch nach gemuetlicher Kaffeefahrt, doch in Wirklichkeit war es wohl ein ungemuetlicher Ritt auf einem Wassertaxi. Aber am Nachmittag sind wir alle sicher zurueck in Nelson gewesen, um den Abend mit mexikanischer Kueche abzuschliessen. 


Am naechsten Tag hatten wir eine etwas groessere Fahrstrecke zu bewaeltigen. Es ging einen guten Teil der Westkueste hinunter bis zum Franz-Josef-Gletscher, wo wir Silvester verbringen sollten. Dort angekommen erstmal eine boese Ueberraschung. Unser Reiseveranstalter hat es versaeumt das Hotel zu buchen und naturgemaess ist es an einem 31.12. nicht leicht Ersatz zu finden. Gluecklicherweise war das Hotelpersonal sehr freundlich und hat es geschafft ein Motel ausfindig zu machen, das auf Grund einer Stornierung Platz fuer uns hatte. Am Ende also wieder alles gut und das obwohl wir nach dem Abendessen so erschoepft sind, dass wir um 11 beschliessen "let's call it a day" wie man im Englischen so schoen sagt und 1h Stunde vor dem neuen Jahr ins Bett gegangen sind. Zu unserer Verteidigung: Da war eh nix los in dem Kaff :-P


Am naechsten Tag mussten wir auch wieder frueh aufstehen. Susanna und ich hatten uns vorgenommen eine ordentliche Wanderung zu bestehen und sind deshalb frueh in Richtung Gletscher aufgebrochen. Als Route hatten wir uns einen Pfad ausgesucht, der uns auf einen Aussichtspunkt ueberhalb des Gletschers fuehren sollte. Die Route selbst war die abenteuerlichste, die ich je lang gewandert bin. In Deutschland gibt es so etwas bestimmt nicht. Die Route folgt dem natuerlichen Gelaende, d.h. man folgt organgefarbenen Wegmarkierungen, die einen ueber Stock und Stein fuehren. 




Durch Erdrutsche und aehnliches waren zudem Teile des Pfades nicht mehr vorhanden, so dass wir schon kurz davor waren aus Zeitmangel umzukehren. Aber wie das eben so ist sagt man sich staendig, "Na eine Kurve noch!" und hinter der letzten kam dann zum Glueck das Ziel. Die Aussicht war die Muehe wert und selbst wenn der Pfad nirgends hingefuehrt haette war es ein tolles Klettererlebnis. Am spaeten Mittag sind wir dann nach 5h Wanderung auf den Parkplatz zurueckgekehrt und Richtung Wanaka aufgebrochen, wo fuer Susanna und mich Skydiving auf dem Programm stand :-)

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