Ankunft in...

Markus' Rückkehr

Montag, 14. Februar 2011

Reisebericht Teil VI

Der naechste Aufenthalt nach dem Franz-Josef-Gletscher war der Lake Wanaka. Dort gab es leider nicht sehr viel interessantes zu sehen. Ein verschlafenes Touristennest mit ueberteuerten Restaurants. Der See ist natuerlich nett, aber nett gibt es in Neuseeland schon an jeder Ecke. Susanna und ich hatten trotzdem eine echt gute Zeit, da wir eine Reservierung fuer's Skydiving hatten. Leider gab es davon keine Fotos, da uns der Spass eh schon zu teuer war und die einen mit Fotos / Filmmaterial echt abzocken. Ich wollte noch Fotos am Boden machen, aber nicht einmal dazu kamen wir:

Wir wurden morgens am Hotel abgeholt und waren nach etwa 20 Minuten Fahrt am Ziel. Dort wurden wir gleich bedraengt, wir sollen hier schnell ein Formular ausfuellen, dann koennten wir noch auf das naechste Flugzeug. So kam gleich eine Menge Hektik ins Spiel. Formular ausfuellen ("In case the parachute fails it's your own risk"), Klamotten anlegen, bezahlen, begurten und ab ins Flugzeug. Nach nicht einmal 10 Minuten waren wir in der Luft.  Waehrend das Flugzeug auf 15.000 Fuss stieg, haette man sich an fuer sich ja wieder entspannen koennen. Aber da man nicht weiss, wann es los geht, steigt die Spannung weiter. Da hat es auch nicht geholfen, dass alle anderen sich vorbereitet haben und nur mein Sprungpartner ein Nickerchen gemacht hat :-) Die Susanna ist dann als erste aus dem Flugzeug, kurze Zeit spaeter ich. Die ersten Sekunden sind das beste. Man dreht sich, man taumelt und man hat dieses schoene Gefuehl im Bauch, wie wenn die Achterbahn gerade ueber die Kuppe gefahren ist und es abwaerts geht. Nach kurzer Zeit wird man jedoch stabilisiert und man spuert nur noch den Wind in seinem Gesicht. Die Aussicht ist bombastisch. Man hat das Gefuehl man koennte die ganze Welt sehen. Mein Sprungpartner zieht nach kurzer Zeit die Leine und wir segeln kreisend tiefer und tiefer, so dass man Gelegenheit hat das Gelaende genauer zu studieren. Dann naehert man sich der Landung und ich bekomme gesagt, dass es wichtiger als alles andere ist die Beine hoch zu nehmen. Ich denk das bekomm ich hin und bereite mich innerlich auf eine unangenehme Gesaesslandung vor.

Doch dann die Ueberraschung. Wir setzen leicht auf wie eine Feder! Das haette ich nicht gedacht. Nun das Adrenalingefuehl in mir ebbt langsam wieder ab, ich schaele mich noch halb zitternd aus dem Anzug. Susanna erzaehlt, dass sie ihren Guide gebeten hat solang wie moeglich zu fallen und deshalb gar nicht viel gesegelt ist. Und langweilig war ihr wohl auch ein bisschen :-) Den Freizeitsport, der die Susanna adrenalintechnisch fordert, muss wohl erst noch erfunden werden. Wir waren uns jedoch darin einig, dass der Spass wirklich zu teuer ist, dafuer dass nach nicht einmal einer Stunde alles vorbei war. Unser naechster Halt ist das wunderschoene Staedtchen Queenstown, das auch wieder an einem See liegt, jedoch deutlich mehr Charme hat. Dazu naechstes mal mehr!

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